Wandern ohne
Gepäck
auf dem "Schluchtensteig":
Auf 118 Kilometern verläuft der neue
Schluchtensteig quer durch den Naturpark
Südschwarzwald - von Stühlingen durch die
Wutachschlucht über Blumberg nach Lenzkirch und
zum Schluchsee, passiert den Dom zu St. Blasien,
überquert die sanften, aussichtsreichen
Hochflächen von Dachsberg und Ibach und windet
sich von Todtmoos durch das dramatische Wehratal
dem Ziel in Wehr entgegen.
Schluchten und Klammen, Wasserfälle und Seen,
Hochmoore, Blumenwiesen und Hochweiden, leuchtend
grüne Urwälder und dunkle Tannenforste säumen
den Qualitätsweg Wanderbares Deutschland auf
seiner Strecke von der Wutach an die Wehra. Es
ist kein reiner Talweg ganz im Gegenteil.
In schönster Regelmäßigkeit werden Felskanzeln
und Berggipfel angesteuert. Immer wieder öffnen
sich Blicke auf die gerade durchwanderten
Schluchten oder auf diejenigen voraus. Mal
grüßt der Feldberg über den bewaldeten
Schwarzwaldbergen, dann sind es die
vergletscherten Berge der Schweizer Alpen, die
sich panoramafüllend im Süden aufreihen und
einmal nur die Augen, und nicht die Füße, zum
Wandern animieren. |
Programm:
1. Tag:
Individuelle Anreise nach Stühlingen
(Bahnstation)
2. Tag:
Stühlingen - Blumberg (19 km)
3. Tag:
Blumberg - Schattenmühle (20 km)
4. Tag:
Schattenmühle - Schluchsee Oberfischbach
(18 km)
5. Tag:
Schluchsee Oberfischbach -
St. Blasien (20 km)
6. Tag:
St. Blasien - Todtmoos (19 km)
7. Tag:
Todtmoos - Wehr (22 km)
8. Tag:
Nach dem reichhaltigen Frühstück
individuelle Abreise bzw. Rückfahrt nach
Stühlingen.
Sie erhalten im letzten Quartier die Gästekarte, mit der Sie
kostenlos nach Stühlingen fahren können.
Fahrplan
Leistungen:
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7
Übernachtungen mit Frühstück
im Hotel/Gasthof/Pension DZ bzw.
EZ, Bad/Dusche/WC, |
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Kurtaxe |
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Gepäcktransfer von
Unterkunft zu Unterkunft |
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1 x Kartenmaterial pro
Zimmer |
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Tourbook |
Lunchpaket:
kann auf Wunsch gebucht
werden (38,00 pro Person)
Reisepreis:
Doppelzimmer 469,00
(bei mindestens zwei Personen)
Preis ab 4 Personen auf Anfrage
Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage
Buchbar:
April bis Oktober, Anreise: täglich
Anmeldeschluss:
14 Tage vor Anreise.
Höhenprofil
Bildnachweis:
Wir danken der Schwarzwald Tourismus GmbH
für die Fotos.
Copyright: "Schluchtensteig/Bichler"
Tourenverlauf:
1. Tag:
Anreise nach Stühlingen.
Der Luftkurort Stühlingen bietet das
Flair einer romantischen Kleinstadt,
verbunden mit einer malerisch schönen
Lage am Rande des Südschwarzwaldes.
Die verwinkelten Gassen und romantischen
Plätze werden auch Sie verzaubern.
2. Tag:
Der Schluchtensteig beginnt in
Stühlingen, unweit der Schweizer Grenze,
zu Füßen von Schloss Hohenlupfen, dem
Wahrzeichen der Stadt an den Ufern der
Wutach. Zeit für einen Blick ins
Städtle oben am Bergfuß, dessen
Altstadt nach habsburgischem Vorbild
erbaut wurde, sollte schon sein, ehe es
dann der Wutach folgend talaufwärts bis
nach Weizen geht. Hier ist der Talbahnhof
der berühmten "Sauschwänzlebahn".
Über vier Viadukte und durch sechs
Tunnels, einer davon der zweitgrößte
Kehrtunnel Europas, windet sich die einst
als strategische Bahnlinie errichtete
heutige Museumsbahn auf 25 Kilometern ins
231 Meter höher gelegene Blumberg hinauf.
Ein Stück geht es bis Grimmelshofen an
der Bahnlinie entlang und dann hinein in
die Wutachschlucht.
Als schmaler, stellenweise durchaus
ausgesetzter Pfad, schlängelt sich der
Schluchtensteig durch fast senkrechte
Felsflanken und zieht, sich immer mal
wieder um Felsnasen knickend, langsam
bergauf zum Aussichtspunkt Wutachflühen.
Ein kurzer Tiefblick, durchschnaufen und
auf geht's in Richtung Buchberg. Wuchtig
ragt der "südliche Torturm"
der Blumberger Pforte über dem 350 Meter
tiefer liegenden Schluchtgrund auf. Auf
dem Schlussanstieg geht es zur
Gipfelhütte. Oben öffnet sich ein
herrliches Panorama auf die zurück
liegenden Flühen und die Etappen der
nächsten beiden Wandertage in der
Wutachschlucht.
3. Tag:
Treppen und kleine Leitern führen von
Blumberg durch die kleine Schlucht des
Schleifenbachs mit seinem Wasserfall
zurück zur Wutach. Wo heute der kleine
Bach ins Tal springt strömte einst die
Feldberg-Donau vom eiszeitlichen
Seebachgletscher als einer der
Hauptquellflüsse der Donau entgegen.

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Die Ur-Wutach hatte ihr Quellgebiet
weiter südlich, zapfte aber im Verlauf
der Erdgeschichte durch Erosion
allmählich das Stromgebiet der Donau an
und lenkte schließlich deren Wasser in
Richtung Rhein um. In Achdorf ist die
Wutach wieder erreicht. Für ein kurzes
Stück ist das Tal eher lieblich denn
schluchtartig. Wer Zeit und Glück hat
kann Biber bei ihrer Arbeit beobachten,
oder sie zumindest hören. Hinter dem
Sägewerk Wutachmühle ändert sich die
Landschaft abrupt. Das Tal schnürt sich
zusammen, eng rücken steile Wald- und
Felsflanken aneinander. An manchen
Stellen bleibt für den Wanderweg nur
noch ein schmaler Sims zwischen
senkrechter Felswand und reißendem Fluss.
Der Wutachaustritt wird passiert, wo das
knapp drei Kilometer flussaufwärts
versickernde Wasser eindrucksvoll aus dem
Berg sprudelt - so nimmt man zumindest an,
denn der Beweis steht auch heute noch aus.
Von rechts beim Kanadiersteg mündet die
Gaunach in die Wutach. Hier bietet sich
ein Abstecher in die wildromantische
Gaunachschlucht bergwärts Richtung
Bräunlingen-Döggingen (Bahnstation) an.

Felsengalerien bauen sich über
Urwäldern auf, weit oben blitzt die
Sonne durch das dichte Blätterdach. Eine
eindrucksvolle Landschaft als Begleiter
am Weg zur Schattenmühle (Bushaltestelle).
Mit dem Linienbus geht es dann, je nach
Quartierwahl nach Bonndorf oder
Löffingen.
4. Tag:
Schmale Pfade, atemberaubende Felskanzeln
mit den Resten kühner Burgen, die
allgegenwärtig rauschende Wutach und
zwei lohnende Abstecher lassen auch
diesen Abschnitt zu einem tagesfüllenden
Erlebnis werden. Gleich am Beginn lohnt
ein Abstecher in die nahe Lotenbachklamm.
Nur wenige Meter sind es von der
Schattenmühle bis zum Klammeingang. Ein
paar Schritte später rauscht schon der
erste Wasserfall durch die eng
beieinander stehenden Felsen.
Wurzelstufen und Leitern führen höher
und bieten nach jeder Biegung eine neue
Wasserfallstufe.

Direkt an der Schattenmühle zieht der
Schluchtensteig steil den Waldhang empor,
führt dann ein ganzes Stück angenehm
horizontal über dem Talgrund entlang und
steigt kaum merklich zum nördlichen
Talrand auf die Baar hoch. Kurzes
Durchschnaufen inmitten wogender
Kornfelder und Wiesen, ehe es wieder
zurück zur Schlucht geht. Die wird mit
einem Paukenschlag erreicht. Kaum ist das
Rauschen wieder zu hören, stehen die
wenigen Reste des Räuberschlössle auf
einem 80 Meter hohen Felsen direkt über
einem der wildesten und eindrucksvollsten
Schluchtabschnitte. Es gibt keinen
besseren Rastplatz! Unter der nahen Ruine
Stallegg donnert die Wutach mit
ohrenbetäubendem Getöse über die
Staustufe des Flusskraftwerks Stallegg,
dem ältesten seiner Art in Baden, das
von 1889 bis 1979 das fürstliche Schloss
und die Brauerei Fürstenberg mit Strom
versorgte. Ein Steg führt über den mit
viel Schwung einmündenden Rötenbach.
Ein schmaler Bergpfad zieht ins Tal und
macht neugierig bis zum großen
Wasserfall kann man schon einen Blick
riskieren. Dann geht es weiter der Wutach
folgend flussaufwärts. Lange
Geröllreißen ziehen vom Hörnle bis in
den Fluss, über Stock und Stein wird die
Haslachmündung erreicht. Ein hoher Steg
führt ein letztes Mal über die Wutach,
dann wendet sich der Weg der Haslachklamm
zu, klettert über den imposanten
Rechenfelsen zum Hölllochfelsen und
erreicht auf der Trasse der einstigen
Haslachtalbahn bald darauf Lenzkirch.
Durch das romantisch-stille Schwendetal
ist es vom traditionsreichen Luftkurort
nicht mehr weit ins Ziel nach
Oberfischbach.
5. Tag:
Vom bezaubernden Bergdörfchen
Oberfischbach führt eine (fast)
schluchtenfreie Etappe nach St. Blasien.
An diesem Tag bestimmen liebliche Täler
und bewaldete Höhenzüge das Bild. Auf
Erlebnisse muss trotzdem nicht verzichtet
werden. Vom hoch aus den Tannen- und
Fichtenwäldern ragenden Bildstein (1.134m),
dem höchsten Wegabschnitt am
Schluchtensteig, schweift ein weiter
Blick vom Feldberg über den tiefblauen
Schluchsee hinweg bis zu den Alpen. Im
Zickzack geht es hinunter an den
größten Schwarzwaldsee.

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Glück für alle, die jetzt Badezeug
dabei haben! Dann taucht der
Schluchtensteig wieder in dichte Wälder
ein. Es duftet würzig nach frischem Harz,
Tannenhäher sitzen laut schimpfend in
den Bäumen, Königskerzen und Lupinen
leuchten violett und blau um die Wette.
Farne, Moose und Heidelbeersträucher
säumen den Weg nach Muchenland. Ein paar
uralte Schwarzwaldhöfe stehen zwischen
Oberem und Unterem Habsberg, die Dächer
weit herunter gezogen, um dem hier
erbarmungslosen Winter zu trotzen. Das
gleiche verträumte Bild bietet sich im
Nachbarweiler Althütte, ehe es immer
merklicher bergab geht. Bald schon dringt
ein vertrautes Geräusch an die Ohren.
Wasser rauscht über eine Felsstufe,
fächert auf wie ein Schleier und sucht
sich mit viel Getöse durch eine steile
Talkerbe seinen Weg nach St. Blasien
hinab. Kurz vor Etappenende kommt am
Windberg-Wasserfall also doch noch der
Schluchtenliebhaber auf seine Kosten.
Dann klappt der Mund auf. Riesig, völlig
überdimensioniert steht der Dom St.
Blasius inmitten der Wälder und Berge.
Die gewaltige Kuppel gehört mit ihren 62
Metern Höhe und einer Spannweite von 36
Metern zu den größten Kirchenkuppeln
Europas. Der Wandertag durch stille
Wälder endet grandios inmitten der
herrlichen Parkanlagen zwischen dem Ufer
der Alb und dem Dom.
6. Tag:
Vom heilklimatischen Kneipp-Kurort St.
Blasien im tiefen Tal der Alb will der
hölzerne Aussichtsturm am 1.039 Meter
hohen Lehenkopf erst einmal erreicht sein.
Gut, dass am Lusthausfelsen noch einmal
eine Gelegenheit zum Verschnaufen und
Schauen im Wegverlauf eingebaut ist.
Weiche Waldpfade leiten vom Turm hinüber
zu den ersten Weidfeldern von Urberg und
Dachsberg. Einzelne Höfe stehen am Weg
über Rüttewies und Horbach zum
idyllischen Klosterweiher.

Ein kurzer Anstieg leitet den Weg hinauf
auf die Hochfläche und hinüber nach
Ibach, das ebenso verstreut wie
verträumt in der weiten Landschaft liegt.
427 Menschen leben in dem in der Eiszeit
vom Feldberggletscher geformten Hochtal
und man möchte es ihnen am liebsten
gleichtun. Der schönste Blick über den
Ort mit seinen Walmdachhöfen und dem
nach Süden streichenden Hotzenwald bis
auf die Alpen bietet sich von der
kreuzgeschmückten Hügelkuppe über
Ibach. Eine Panoramatafel erläutert die
einzelnen Alpengipfel. Grasende Kühe
stehen im wogenden Grasland am Weg zum
Ibacher Kreuz. Wieder ändert sich das
Landschaftsbild. Steil zickzackt der
Schluchtensteig in die Hohwehraschlucht
hinab. Was sich so dramatisch anhört,
entpuppt sich als romantische kleine
Waldschlucht, die kaum Platz für Weg und
Wehra lässt. Diese hüpft hier, kaum
entsprungen, schon putzmunter über
kleine Kaskaden und Absätze Todtmoos
entgegen, das sich im Schutz seiner
barocken Wallfahrtskirche ins Tal
schmiegt.
7.
Tag:
Schlussakkord! Zuerst rechts der
Wehra zieht sich der Schluchtensteig auf
seiner sechsten Etappe über dem anfangs
noch zahmen Tal nach Süden. Der
idyllische Todtmooser Ortsteil
Schwarzenbach wird passiert, ehe der
Wanderweg bei Au in den Talgrund
zurückkehrt. Nachdem die Flussseite
gewechselt wurde, rücken die Talflanken
dichter zusammen und werden steiler und
felsiger.

Noch einmal läuft die Landschaft zur
Höchstform auf, scheint nicht wahrhaben
zu wollen, dass das Ziel nahe ist. Bis zu
200 Meter hoch bauen sich die felsigen
Bannwaldhänge über dem in der Tiefe
schäumenden Fluss auf. Wieder wird die
Seite gewechselt, um nun wieder rechts
der Wehratalschlucht Wehr anzusteuern.
Immer wieder bieten sich Tiefblicke oder
Aussichten auf die östliche Talseite.
Wer Glück und ein Fernglas dabei hat
kann vielleicht die Gämsen beim Spielen
beobachten und sich fragen, wie sie nur
so behände durch die steilen Felswände
von Kaiser- und Jägerfels springen
können. Allmählich verliert der Weg an
Höhe, bis die Staumauer des Wehra-Stausees
überquert wird. Dann folgt lockeres
Auslaufen am Fluss entlang zum
Rathausplatz mit dem Alten und Neuen
Schloss der Herren von Schönau, dem
Zentrum der Weber- und Textilstadt Wehr.

8. Tag:
Individuelle Abreise (Rückfahrt
von Wehr nach Stühlingen
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