Westerwald-Steig 2012
Wandern ohne Gepäck - 6 Tage -

Wandern ohne Gepäck auf dem Westerwaldsteig: Zwischen den Großstädten Köln und Frankfurt liegt die „Grüne Oase“ des Mittelgebirges Westerwald. Eingegrenzt wird dieser von den Flüssen Rhein, Sieg, Dill und Lahn.
Hier schenkt Ihnen die reine Natur jeden Tag ein Lächeln. Genießen Sie das glasklare Wasser der Bäche, Flüsse und Seen. Atmen Sie die klare, frische Luft in sattgrünen Tälern und luftigen Höhen. Hören Sie das Rauschen der Wälder und durchwandern Sie Landschaften in herrlicher Pracht.
Der Westerwald-Steig ist ein neuer, imposanter Qualitätswanderweg und führt auf einer Länge von 235 km von Ost nach West durch den Westerwald. Erwandern Sie faszinierende Naturräume, von den felsigen Landschaften im Hessischen Westerwald bis zu der milden Rheinlandschaft rund um Bad Hönningen.
Genießen Sie mit jedem Schritt die anmutende Schönheit der Natur sowie eine Fülle von natürlichen und außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten.
Bewandern Sie Schönes, besichtigen Sie Historisches und essen Sie Traditionelles.
Der Westerwald-Steig: Erwandern. Erleben. Erholen



Vogelpark Herborn


Programm:
1. Tag:
Individuelle Anreise nach Herborn.
Wir empfehlen die Anreise mit der Bahn.
2. Tag:
Etappe von Herborn nach Breitscheid, Länge ca. 15 km
3. Tag:
Von Breitscheid über die Fuchskaute, Länge ca. 11 km
4. Tag:
Von Fuchskaute nach Rennerod, Länge ca. 11 km
5. Tag:
Von Rennerod nach Westerburg, Länge ca. 19 km
6. Tag:
Nach dem reichhaltigen Frühstück individuelle Abreise

Leistungen:

5 Übernachtungen in Mittelklassehotels im Doppelzimmer mit Dusche/WC inkl. Frühstück
Gepäcktransfer zu den jeweiligen Unterkünften
Lunchpakete für Ihre Wanderung
Wanderführer Westerwald-Steig
Wanderkarte Westerwald-Steig

Reisepreis:
p.P im Doppelzimmer 300,00 €
Einzelzimmerzuschlag 125,00 €

Fotonachweis:
Westerwald Touristik-Service und Tourist-Information Herborn

Hier gibt es Detail-Informationen:
Westerwaldsteig

Sie können sich das Angebot auch ausdrucken
1. Tag:
Anreise nach
Herborn
Das hessische Herborn ist das östliche Tor zum Westerwald. Die malerische Fachwerkstadt liegt am Fuße des Westerwaldes im Dilltal und gehört zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Deutschlands.


2. Tag:
Der Westerwald-Steig startet auf dem romantischen Marktplatz
Im Herborner Stadtteil Uckersdorf liegt unmittelbar am Westerwald- Steig der idyllische Vogelpark, der als eine Perle unter den kleinen Tiergärten gilt. In den naturnahen und teilweise begehbaren Volieren dieses sehenswerten Naturerlebnis- Zentrums leben etwa 100 Tierarten aus aller Welt, zumeist Vögel. Darunter sind vom Uhu bis zur Ringelnatter auch typische Bewohner des Westerwaldes.

Der Steig führt weiter über einen Höhenrücken mit schöner Aussicht ins Medenbachtal im Norden und ins Ambach- und Erdbachtal im Süden.
Der Erdbach, er versickert in Breitscheid im „Kleingrubenloch“, fließt durch Erdbachhöhlensystem und tritt in einer starken Karstquelle am Erdbacher Steinbruch wieder zu Tage. Forscher stießen bei Erdbach (Ortsteil von Breitscheid) auf 25 Millionen Jahre alte Reste tertiärer Großtiere (Krokodil und Nashorn) sowie auf Fossilien, die vor 350 Millionen Jahren im Erdbacher Urmeer lebten. Die „Steinkammern“ sind Kult- und Wohnhöhlen aus der Zeit 500 v. Chr. Im Erdbacher Geologischen Museum „
Zeitsprünge“ kann man sich über die archäologischen und geologischen Funde informieren. Die Tropfsteinhöhle „Herbstlabyrinth“ wird im Frühjahr 2009 für Besucher geöffnet.
450 Millionen Jahre Regionalgeschichte:
Ein Korallenriff mit fossilen Zeitzeugen, Höhlen- und Höhlenbären, Spuren erster menschlicher Besiedlung vor 10.000 Jahren und archäologische Schätze. Fossilien aus verschiedenen Erdzeitaltern regionaler Fundstätten als Dokumentation der Evolution und der Entwicklung des Lebens.
Geologische Besonderheiten: Basalte und andere Mineralien


3. Tag:
In der Gemeinde Breitscheid am Osthang des Westerwaldes liegen zwischen dem Naturdenkmal „Dicke Eiche“ und dem Breitscheider Flugplatz 300 Höhenmeter. Direkt am Weg liegt das Töpfer- und
Häfnermuseum, das interessante Einblicke von der Häfnertradition bis zur modernen Keramikindustrie bietet.
Auf dem Weg ins Naturschutzgebiet Fuchskaute durchquert der Westerwald-Steig die typische Kulturlandschaft des Hohen Westerwaldes mit sanft gewellten Basalthochflächen, einer offenen Landschaft und Windschutzhecken.
Diese Fichtenstreifen wurden zwischen 1835 und 1838 als Schutz vor dem viel besungenen
Westerwälder Wind angelegt.
Sie bewahrten die Ackerböden vor Erosion und die Ernte vor Sturmschäden.


Entlang der Schutzhecken geht es weiter über den Bartenstein zum Heisterberger Weiher, durch das Naturschutzgebiet Bermershube mit Feuchtbiotopen und Blumenwiesen. Hier blühen Weidenröschen, Fuchskreuzkraut und Hirschholunder. Der große Anteil an offener Landschaft ermöglicht auf diesem Streckenabschnitt ein Wandern mit ständiger Aussicht.
Die Fuchskaute ist mit 657 Metern die höchste Erhebung des Westerwaldes. Der Name bezieht sich auf den Fuchs, der hier seine Kaute (Höhle) hat. Am Osthang der Fuchskaute verläuft die Landesgrenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz. Auf der Fuchskaute trifft der Westerwald-Steig auf die Westerwaldvariante des
Rothaarsteigs.
An und auf der Basalthochebene des Naturschutzgebietes der Fuchskaute haben das raue Klima und eine traditionelle Art der Weidenutzung Wiesen entstehen lassen, wie sie sonst typisch für die Alpen sind.
Fast 300 Blütenpflanzen und Bäume, 300 Schmetterlingsarten und fast 50 verschiedene Vögel wurden hier bereits gezählt..

4. Tag:

Von der Fuchskaute führt der Westerwald-Steig an Homberg vorbei nach Rehe. Die Landschaft senkt sich nur allmählich ab, Rehe liegt immerhin noch auf 550 Metern Höhe.


Sehenswertes:
Besonders sehenswert ist in Rehe das Rathaus, ein mit Schnitzereien geschmückter Fachwerkbau mit ornamentverzierter Tür. Im Obergeschoss gibt es einen evangelischen Betsaal mit Bänken und Kanzel aus dem Jahre 1741.
In Rehe sieht man auch einige typische Westerwälder Bauernhäuser mit schwerem Gebälk und an einer Seite tief herabgezogenem Dach.
Nun ist es nicht mehr weit zum Naturschutzgebiet Krombachtalsperre.
Der 93 Hektar große Stausee wurde zwischen 1946 und 1949 angelegt. Hier gibt es eine Vogelbeobachtungsstation, Campingplatz, Bootsverleih und Surfschule.

An Wald und Wiesen vorbei weist das grüne W weiter nach Rennerod zum alten Bahnhof, dem Hexenbaum und zum Grauen Stein. Bis zur Wende war hier der geographische Mittelpunkt Deutschlands. Vorbei an den Drei-Kaiser-Eichen und am Friedhofsweg entlang führt der Steig zum Etappenziel, in die Stadtmitte von Rennerod.

5. Tag:

Rennerod liegt windgeschützt in dem sich nach Süden neigenden Tal des Holzbachs. Der Westerwald-Steig reicht bis an das Stadtgebiet heran. Zwischen Rennerod und Westerburg liegen der Große und der Kleine Secker Weiher, die der Steig direkt passiert. 1672 wurde von Fürst Moritz Heinrich von Nassau-Hadamar unweit eines kleinen Jagdschlösschens angelegt. Der Große Weiher ist zehn Hektar groß. Hier gibt es einen Campingplatz mit Gaststätte
Die Attraktion dieser Etappe ist die
Holzbachschlucht.
Der Einstieg in die Schlucht befindet sich am Dappricher Hof zwischen Seck und Gemünden. Der Holzbach, ein Nebenbach des Elbbaches, hat sich hier seinen Weg tief in den Basalt gegraben, ehe er an Gemünden vorbei nach Hessen fließt. Die Schlucht ist rund einen Kilometer lang und bis zu 30 Meter tief.
Heruntergebrochene Basaltblöcke und umgestürzte Bäume geben dem engen Tal einen wildbachartigen Charakter. Informationstafeln entlang der Schlucht helfen den Besuchern bei der Bestimmung der hier heimischen Pflanzen und Tiere. Rund um Westerburg ist die Landschaft nicht von unbelaubten und zerklüfteten Basaltkegeln bestimmt. Sanfte Kuppen, ausgedehnte Laubwälder und breite Wiesentäler zeichnen diese Region aus. Man erlebt die unterschiedlichsten Landschaftsformen.


Hinter hervorspringenden Bergkuppen bieten sich immer wieder neue Einblicke. Von Westerburg bietet sich ein Abstecher zum Wiesensee an, der nahe am Westerwald-Steig liegt.
Er ist 80 Hektar groß und bezieht seine große Anziehungskraft aus der landschaftlichen Schönheit. Früher Fischzuchtgewässer ist er heute Erholungs- und Freizeitgebiet.
Neueste Attraktion auf dem Wiesensee ist der BBQ-Donut, ein originelles Wasserfahrzeug, das zehn Personen eine vergnügliche Fahrt mit Speis und Trank auf dem Wasser verspricht.

6. Tag:
Abreise ab Nistertal
 
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