Auf Goethes Spuren
Transromanica in Thüringen
Wandern ohne Gepäck, 9 Tage, 2010

Programm:
1. Tag:
Individuelle Anreise nach Saalfeld 2. Tag:
Saalfeld - Bad Blankenburg, 20 km
3. Tag:
Bad Blankenburg - Sitzendorf, 14 km
4. Tag:
Sitzendorf - Rottenbach (12,5 km) - Paulinzelle (7,0 km) - per Bahn oder Bus nach Ilmenau, Übernachutung
5. Tag:
Ilmenau - Stützerbach, 17,7 km
6. Tag:
Stützerbach - Schleusingen, 16,8 km
7. Tag:
Schleusingen - Kloster Veßra und Freilichtmuseum - Themar, 12,6 km 8. Tag:
Themar - Rohr - Meiningen, 17 km
9. Tag:
Individuelle Abreise


Leistungen:
8 Übernachtungen in Mittelklassehotels und Gasthöfen im Doppelzimmer mit Dusche/WC inkl. Frühstück
1 x Begrüßungsschluck
Gepäcktransfer zu den jeweiligen Unterkünften
5 Wanderkarten je Zimmer

Reisepreis:
pro Person im DZ 498,00 €
EZ-Zuschlag 96,00 €
Mindestteilnahme 2 Personen
pro Person im DZ 468,00 €
(ab 4 Personen)


Fotos:
Thüringer Tourismus GmbH,
Gemeinde Schmiedefeld
Bertold Jetschke, Landsberg


Fahrzeiten mit der Bahn nach Saalfeld (schnellste Verbindung)

Berlin 2 Std. 46 Min.
Dortmund 4 Std. 58 Min.
Hamburg 4 Std. 39 Min.
Köln 5 Std. 14 Min.
München 2 Std. 53 Min.
Stuttgart 2 Std. 53 Min.


Fahrzeiten mit der Bahn von Meiningen
(schnellste Verbindung)

Berlin 4 Std. 05 Min.
Dortmund 4 Std. 36 Min.
Hamburg 4 Std. 55 Min.
Köln 4 Std. 26 Min.
München 3 Std. 42 Min.
Stuttgart 4 Std. 05 Min.


Fotos:

Thüringer Tourismus GmbH,
Gemeinde Schmiedefeld
Bertold Jetschke, Landsberg



Wir bedanken uns für die Mitarbeit bei folgende Personen und Institutionen:
Thüringer Tourismus GmbH
Wanderzentrum Bad Blankenburg Bahnhofstraße 40
Herr Dr. Erich Krauß
03 67 41 / 31 42
Herr Jürgen Theile
03 67 41 / 4 01 29
Herr Hubert Strelow
03 67 41 / 23 56
Gemeinde Sitzendorf,
Gemeinde Rottenbach für die Wegbeschreibung Rottenbach nach Paulinzella,
Frau Wagner vom Kloster Veßra für die freundlichen Auskünfte vor Ort,
Herrn Seeber, Wanderwart in Meiningen für die Wegbeschreibung Themar - Meiningen



Hausschmuck in Ilmenau


Tourenverlauf
1. Tag:
Individuelle Anreise nach Saalfeld, Empfehlenswert ist - falls es die Zeit zulässt - eine Wanderung nach Rudolstadt zur Heidecksburg oder Besichtigung der Saalfelder Feengrotten, Übernachtung

2. Tag:
Von Saalfeld nach Blankenburg erleben Sie schöne Aussichten bei gemäßigten Auf- und Abstiegen.
Zunächst geht es zum Mellestollen, nach Wittmannsgereuth und zur Dittrichshütte. Von hier nach Dittersdorf und zur Hünenkuppe. Weiter über Eberstein, durch das Werretal nach
Bad Blankenburg, Übernachtung

3. Tag:
Heute wandern Sie in das Schwarzatal, zur Schwarzburg und über die Schwarza zu einer kleinen Kapelle.
An der Jugendherberge vorbei wandern Sie zum Schlossbergareal hinauf. Sehenswert ist der Kaisersaal. Hier unterzeichnete Reichspräsident Friedrich Ebert am 11. August 1919 die Weimarer Verfassung.
Bei einem empfehlenswertern Rundgang schauen Sie sich die Schlossruine, das Torhaus, den Schlossbrunnen und den „Fürstlichen Kräutergarten" an.
Anschließend zur Schwarza hinab und nach Sitzendorf, bekannt durch die Porzellanmanufaktur und einem Bauernmuseum, Übernachtung


Der Kaisersaal Schloss Schwarzburg in Sitzendorf wurde 1695 erbaut. Sein Parterre dient als Orangerie, im Obergeschoss befindet sich ein großer Festsaal mit den bemerkenswerten Darstellungen Deutscher und Byzantinischer Kaiser.

Der Kaisersaal ist von einer Parkanlage umgeben, die nach Vorlagen aus dem Jahr 1744 nachgestaltet wurde.
Führungen nach telefonischer Anmeldung : Tel.: 036730/ 35954
oder 32955


4. Tag:
Von Sitzendorf zum Bismarckturm und zur Fasanerie nach Trippstein. Hier auf dem Wanderweg (Grüner Punkt auf Weißem Grund) nach Bechstedt zum Rottenbacher Park und nach Rottenbach hinein.
Von hier auf dem Klosterweg (Grünes Kreuz) zur Rottenbacher Kirche. In ihr befindet sich ein Holzschnitzaltar von 1498 aus der Werkstatt Valentin Lendenstreich aus Saalfeld (Besichtigung nur nach Vereinbarung). Anschließend geht es bis zur Wegegabelung im Flurteil "Meura", am Viadukt vorbei, entlang der Bahnlinie. Nach ein paar Metern kommt leicht rechts gehend ein kurzer (ca. 80m) steiler Anstieg. Oben angekommen erwartet den Wanderer eine Bank zum Verweilen. Weiter auf geradem Wanderweg ist Milbitz bald in Sicht. Oberhalb der Kirche ist ein Rastplatz mit schönem Blick auf den Ort. Am Eichberg entlang bis kurz nach dem Wasserwerk nimmt man den rechten Weg. Dem Wiesenweg folgend, nach ca. 500 m den großen Bogen laufend, wird kurz vor der Fahrstraße am Schlagbaum rechts abgebogen. Bald bietet sich ein wundervoller Blick auf die bewirtschafteten ehemaligen Klosterteiche. Auch hier lädt eine Sitzgruppe zum Verweilen ein. Weiter geht es dann auf einem breiten forstwirtschaftlichen Fahrwege bis Paulinzella. Dem kleinen Bächlein "Rottenbach" folgend, ist die Klosterruine Paulinzella schon bald in Sicht. Unweit der Klosterruine befindet sich das Jagdschloss mit dem informativen Museum zur Kloster-, Forst- und Jagdgeschichte. In dem Jagdschloss befindet sich außerdem die Tourist-Information der Gemeinde".
Zwischen 1102 und 1105 gründete Paulina, eine thüringisch sächsische Adlige, im Rottenbachtal ein Benediktiner-Kloster, das aus wenigen Holzhütten und einer kleinen Kapelle bestand. Nach 1105/1106 begann der Bau des jetzigen Klosterkomplexes. 1124 erfolgte die Weihe der Klosterkirche. Der letzte Bauabschnitt wurde gegen Mitte des 12. Jahrhunderts vollendet.
Die Reformation bereitete dem Kloster ein jähes Ende. 1534 wurde es aufgehoben.
Seit 2004 gehört die Klosterruine
Paulinzella zu einem der fünf Modellstandorte in Thüringen, die im Rahmen eines europäischen Transromanica- Projektes international vermarktet werden sollen.
Mit dem Zug oder dem Bus nach Ilmenau (Fahrzeit ca. eine Stunde), Übernachtung.
5. Tag:
Von Ilmenau geht es auf dem Goetheweg Richtung Stützerbach.
Der Goethewanderweg beginnt in Ilmenau am Markt.

Das große lichte Eckzimmer im 1. Stock des Amtshauses, in dem Goethe wohnte und arbeitete, gehört jetzt zum Museum der Stadt, das über Goethes Wirken in und um Ilmenau informiert.
Weiter geht es vom Markt durch die Obertorstraße zum Friedhof. In unmittelbarer Nähe des Eingangs befindet sich die Grabstätte Corona Schröters, der schönen und am Weimarer Hof gefeierten Sängerin und Schauspielerin, der ersten Darstellerin von Goethes "Iphigenie".
Der Weg führt nun durch die obere Altstadt vorbei am Zechenhaus, auf dem Mittleren Berggrabenweg durch lichten Laubwald zum Schwalbenstein. Hier lädt eine Schutzhütte zur Rast und zur Ausschau ein. Die Wanderung geht weiter zur Waldgaststätte "Schöffenhaus" und danach über den Emmafelsen bergab nach Manebach zum Haus des Kantors. In Manebach wird das Tal durchquert und am gegenüberliegenden Hang beginnt der Aufstieg auf steilem Pfad über den Großen Hermannstein zur Jagdhütte am Kickelhahn.

Nach einem letzten steilen Aufstieg ist der Gipfel des 861 m hohen Kickelhahnes erreicht. Der 24 m hohe Aussichtsturm bietet einen herrlichen Rundblick über den Thüringer Wald und dessen Vorland. Das Berggasthaus lädt zur Einkehr ein.
Nun beginnt der Abstieg vorbei am Jagdhaus Gabelbach (Museum zu Goethes naturwissenschaftlichen Studien) und dem Romantik Berg- und Jagdhotel Gabelbach über die Hirtenwiese, von da über die Landstraße nach Neustadt hinab ins malerische Schortetal zum Knöpfelstaler Teich. Von dort ist es nicht mehr weit zum Finsteren Loch. Dort beginnt der Aufstieg zum Gasthof "Auerhahn". Das Goethemuseum in Stützerbach

(Gundlachsches Haus)
mit Glasbläserstube - und damit das Ziel der Wanderung - ist von hier aus in wenigen Minuten erreicht, Übernachtung

6. Tag:
Von Stützerbach geht es auf dem Wanderweg (Grünes Dreieeck auf weißem Grund) Richtung Schmiedefeld. Nach 2 km hat man den Rennsteig erreicht,
der in der kleinen Ortschaft Hörschel an der Werra beginnt und nach 168 km in Blankenstein an der Saale endet.


In Schmiedefeld gibt es viele Einkehrmöglichkeiten.
Von der Touristinformation (Ortsmitte) zur Sportplatzstrasse und zur Ruppbachstrasse. Zunächst auf dem Wanderweg (Blauer Balken auf weißem Grund) und nach 3 km bei einer Weggabelung links auf den Wanderweg (Grüner Kreis auf weißem Grund) in das Vessertal und nach Breitenbach. Nach 4 km hat man Schleusingen erreicht, Übernachtung.


Die Bertholdsburg - bedeutendster Profanbau im Südthüringer Raum - ist das Wahrzeichen der Stadt Schleusingen am Südabhang des Thüringer Waldes.
Die Burg wurde zwischen 1226 und 1232 unter Poppo dem VII. von Henneberg erbaut.

Ihren Namen erhielt die Burg nach Berthold VII. (um 1272 - 1340), dem bedeutendsten Vertreter der Henneberger im Mittelalter.


7. Tag:
Von Schleusingen zur Hildburghauser Strasse, zum Gewerbegebiet und nach Rappeldsdorf. Hier auf den Wanderweg, der nördlich in den Wald führt. Am Ende des Weges links einbiegen, bei der nächsten Kreuzung rechts abbiegen, dann links zur Kornitzrode. Am Reitergestüt votrbei zum
Kloster Veßra und dem Freilichtmuseum.


Das 1131 gegründete Hauskloster der Henneberger Grafen entwickelte sich bis zur Reformation zur bedeutendsten monastischen Einrichtung im Henneberger Land und war als politischer und ökonomischer Mittelpunkt auch kulturelles Zentrum mit überregionaler Ausstrahlung (Bau- und Buchkunst, Geschichtsschreibung, Astronomie, Gartenkultur). Auf dem 6 ha großen heutigen Museumsgelände, das noch vollständig mit der alten Klostermauer umgeben ist, befinden sich als denkmalgeschützter Baukomplex romanische und gotische Klostergebäude (u. a. Ruine der spätromanischen Klosterkirche, Klausurgebäude und Kreuzgangrest, Hennebergische Grabkapelle, Torturm, Torkirche, Ausstellung zur Klostergeschichte) sowie die seit dem 16. Jahrhundert entstandenen und später oft veränderten Wirtschaftsgebäude des späteren Domänenbetriebes.

Vom Kloster Veßra sind es noch 2,5 km bis Themar, Übernachtung

8. Tag:

Von Themar auf die Römhilder Strasse und auf den "blau" gezeichneten Weg zur Brunnenleite (Ruine Ottilienkapelle). Weiter nach Henfstedt (historische Steinbogenbrücke) und entlang des Werraradweges (2 km) bis Leutersdorf. Hier zur Hauptstrasse über die Werra und in den Wald zum Brückental und zur Kreyenberg-Hütte. Weiter in das Schmaltal, am Kienberg (444 m hoch) vorbei und auf dem Kelten-Erlebnisweg zur Wüstung Hofteich. Durch den Rohrer Wald auf dem Kelten-Erlebnispfad zum
Kloster Rohr.
Der Edle Adalbert von Rohr aus der Familie der Abensberger Babonen schenkte 1133 nach kinderloser Ehe sein Besitztum an den Regensburger Bischof, damit in Rohr ein Kloster für Augustinerchorherren gegründet würde. Damals entstand eine romanische Basilika mit einem massigen freistehenden Turm, der bis heute die Silhouette der Marktgemeinde Rohr prägt. Durch fromme und gelehrte Pröpste wie Petrus Fries (1438-1455) und Johannes Peininger (1455-1493) erlebte Rohr in der Folgezeit eine lange Blütezeit.
Die romanische Kirche wurde seit 1438 restauriert und im Sinne der Gotik umgebaut.
Die Stiftskirche erhielt 1618/20 eine barocke Ausstattung und Stuckierung. Das ursprüngliche Klostergeviert wurde im Südwesten um eine zweite, größere Quadratur erweitert. Doch der Dreißigjährige Krieg hinterließ eine Klosterruine, eine schadhafte Kirche und einen zusammengeschmolzenen Konvent. Nach 1661 konnten mit kurfürstlicher Hilfe die Klostergebäude wiederhergestellt werden.


In Rohr führt die Wanderung zunächst auf die Meininger Strasse Grüner Balken auf weißem Grund), unter der A 71 hindurch zur Unterführung der Bundesstrasse 17 und zur Koppe. Hier links abzweigen auf den Rhönwanderweg (Roter Balken auf weißem Grund) zur Völlersruh (Kreuz). Nun zur Hoßfeldhütte und durch das Joachimstal nach Meiningen, Übernachtung


9. Tag:

Individuelle Abreise oder Verlängerung mit einem Theaterbsesuch in Meiningen