Der Soonwaldsteig
Kirn - Bingen

Wandern ohne Gepäck (8 - Tage) 2010

Wandern ohne Gepäck auf dem Sonnwaldsteig:

Ein perfektes Zusammenspiel: Wandern im Einklang mit der Natur -  Wandern im Einklang mit sich selbst! Der Soonwaldsteig - vom romantischen Rheintal bei Bingen über waldreiche Quarzitkämme ins idyllische Hähnenbachtal bei Kirn.
Der spannungsreiche Soonwald mit Inseln der Ruhe ist Inspiration und Kraftquelle gleichermaßen. Entdecken Sie Wildnis, Stille der Natur - und sich selbst.

Bei der Ausstattung des 83 Kilometer langen Soonwaldsteigs wird konsequent auf Wegequalität gesetzt. Mit seiner naturnahen, erlebnisreichen Streckenführung, seinen landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten sowie der vorbildlichen Ausschilderung richtet er sich an den Qualitätskriterien des Deutschen Wanderinstitutes aus.
Quer durch den Naturpark Soonwald-Nahe, von Kirn an der Nahe bis nach Bingen an den Rhein, verläuft der Soonwaldsteig.
Herbschöne Hochflächen wechseln ab mit tief eingeschnittenen Bachtälern. Ausgedehnte Laubwälder sorgen für frische sauerstoffreiche Luft und ein gesundes Klima. Eine große Artenvielfalt in Fauna und Flora ist ebenso zu finden wie Zeugnisse einer spannenden Geologie. Alte Gemäuer tief im Wald und Burgen und Schlösser auf den Bergspitzen erzählen von den Kelten, Römern und dem Mittelalter. Wandern Sie los und begeben Sie sich auf ein sanftes Abenteuer. Begegnen Sie auf Ihrem Weg einer ursprünglichen Wildnis, wie man Sie heute nur noch selten findet und lassen Sie sich überraschen von der Stille der Natur. Wann haben Sie zuletzt nur noch die Geräusche der Natur um sich herum wahrgenommen?

Die spannungsreiche Landschaft des Naturparks Soonwald- Nahe mit Inseln der Ruhe, ausgedehnten Laubwäldern, felsigen Quarzitkämmen, naturnahen Bachläufen, sanften Flussauen, blütenreichen Waldwiesen und sonnigen Weinhängen ist Inspiration und Kraftquelle gleichermaßen.

Auf dem Soonwaldsteig wechseln sich weiche Waldwege mit
schmalen Felsenpfaden ab, die Ihnen ein besonderes Trekkingerlebnis vermitteln. Steile Auf- und Abstiege aber auch mal ruhige Passagen mit Zeit zum Nachdenken charakterisieren die Vielfalt im Streckenverlauf. Weite Ausblicke garantieren bei guter Sicht stolze 32 Aussichtstürme und Aussichtspunkte. Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie den Weg zum Ziel. Entdecken Sie die Langsamkeit und genießen Sie die Natur.


Programm:
1. Tag:
Individuelle Anreise nach Kirn
2. Tag:
Wanderung Kirn - Reinhardsmühle/Forellenhof bei Bundenbach, 14 km
3. Tag:

Reinhardsmühle - Koppenstein - Gemünden, 21 km
4. Tag:
Gemünden - Jagdhaus Queckspring- Tiefenbach, 18 km
5. Tag:
Tiefenbach - Schwappelbruch - Rheinböllen, 21 km
6. Tag:
Rheinböllen - Rheinböllerhütte, - Jägerhaus, 15 km, Transfer nach Bingen, Übernachtung
7. Tag:

Transfer vom Hotel in Bingen zum Jägerhaus, Wanderung nach Bingen, 12 km
8. Tag:
Abreise

Leistungen:
7 x Übernachtung mit Frühstück, Zimmer mit Dusche/WC
6 x Lunchpaket
1 x Kartenmaterial pro Zimmer
1 x Personentransfer Jägerhaus - Bingen und Bingen - Jägerhaus
Gepäcktransport zum Tagesziel

Preise:
pro Person im DZ 438,00 €
Einzelzimmerzuschlag 58,00 €
Preis für eine Person als Einzelwanderer(in): 548,00 €


Fotonachweis:
Trägerverein Naturpark Soonwald-Nahe e. V.
Salinenstr. 47
55543 Bad Kreuznach

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Tourenverlauf
1. Tag:
Individuelle Anreise Kirn

2. Tag:
Der Soonwaldsteig beginnt am Kirner Bahnhof. Nach Durchquerung der Innenstadt steigt er auf der östlichen Seite des Hahnenbachtals nach Kallenfels auf. Ein erster landschaftlicher Höhepunkt sind die drei steilen, teils mit Burgruinen gekrönten Quarzitfelsen. Auf einem schmalen Pfad, der mit Tafeln zu Waldthemen ausgestattet ist, geht es durch Niederwald weiter zu Schloss Wartenstein. Von der durch mächtige Rosskastanien beschatteten Aussichtsterrasse öffnet sich ein großartiger Blick ins Hahnenbachtal, eines der Durchbruchstäler des Soonwaldes. Eine von mehreren Ausstellungen der „Erlebniswelt Wald und Natur“ erklärt das Lohmachen, das Schälen der gerbstoffreichen Eichenrinde zur Lederherstellung. An der Gemeinde Hahnenbach vorbei führt der Soonwaldsteig bis zum Steinbachtal. An der Mündung wechselt der Steig auf die westliche Hahnenbachseite. Nördlich von Sonnschied, bei Rudolfshaus, erreicht der Wanderer einen stillen Abschnitt des Hahnenbachtals, der nicht von einer Straße erschlossen ist
.

Schloss Hartenstein über dem Hahnenbachtal
Übernachtung in
3. Tag:
Auf dem Weg zum 1. Zwischenziel, dem Wanderparkplatz an der Schiefergrube Herrenberg, werden einige Relikte des Schieferbergbaus (Feldbahn, Stollen, Halden) sichtbar. Die Besuchergrube Herrenberg, die benachbarte Keltensiedlung Altburg und die gut einsehbare Schmidtburg können leicht zu Fuß besichtigt werden.
Hinter der Keltensiedlung geht der Steig hinab ins Tal und quert den Hahnenbach nahe der Schmidtburg. Auf den nächsten 1,5 km führt der Soonwaldsteig über einen Wassererlebnispfad bachaufwärts. Am nördlichen Ende bietet sich eine Wiese in den Hahnenbachauen als „Ruheinsel“ zum Genießen der Stille an. Dann verlässt der Steig das Tal und steigt in einem Bogen nördlich um Schneppenbach herum zum Lützelsoon hinauf. Am Teufelsfels (567 m), der ersten markanten Erhebung des „kleinen Soons“, hat man vom Aussichtsturm einen guten Ausblick. Steinige Blockschutthalden, auf denen mitunter an sonnigen Tagen Wildkatzen dösen, prägen den weiteren Verlauf auf dem schmalen Kamm des Quarzitrückens. Grenzsteine und hölzerne Pfähle markieren die Landkreisgrenze. Am Ende dieser anspruchsvollen Wegstrecke lädt der Blickenstein (nahe der Womrather Höhe 597 m) mit seinem gestuften, südexponierten Hang zur Mittagsrast ein. Danach wendet sich der Soonwaldsteig auf die Nordseite des Lützelsoons. Bald ist Schloss Gemünden zu sehen. Von einer Schutzhütte aus, zu der wir über einen kurzen Abstecher gelangen, können wir ins Tal des Simmerbachs (im Sprachgebrauch Kellenbachtal genannt), das zweite Soonwald-Durchbruchstal, hinabschauen.
Auf dem Langenstein, einer steil aus dem Laubwald aufragenden Felsnadel, brütet ein Wanderfalkenpaar. Die Etappe endet nach dem Abstieg nördlich um den Langenstein herum an der B 241 (Gemünden-Simmertal) an einer für den Soonwaldsteig eigens erbauten Fußgängerbrücke. Hier im Kellenbachtal verkehrt täglich die Buslinie Simmern-Kirn. Die nächste zentrale Bushaltestelle liegt 2,2 km in nördlicher Richtung am Ortseingang von Gehlweiler. Dort besteht auch eine Einkehrmöglichkeit. Nach kurzer Strecke am östlichen Bachufer entlang geht es im Niederwald steil 275 Höhenmeter hinauf über Blockschutthalden und vorbei an Quarzitfelsen – zunächst an der Flanke des alten Steinbruchs von Gehlweiler, dann über den herauspräparierten Grat. Der schweißtreibende Anstieg endet am oberen Rand des Steinbruchs Henau. Der Große Soon, der mittlere Teil des Soonwaldes, ist erreicht. Von hier schweift der Blick nach Süden bis zur Kyrburg bei Kirn. Der Steig bleibt danach bis zur Burgruine Koppenstein (539 m) auf der nördlichen Seite des Quarzitrückens. Der Bergfried kann wie ein Aussichtsturm bestiegen werden. Über den markierten Zuweg (Europäischer Fernwanderweg Nr 3 (X3) geht es hinab nach Gemünden, Übernachtung.
4. Tag:
Über den X3 wird wieder der Soonwaldsteig am Koppenstein erreicht. Nach kurzer Strecke am östlichen Bachufer entlang geht es im Niederwald steil 275 Höhenmeter hinauf über Blockschutthalden und vorbei an Quarzitfelsen – zunächst an der Flanke des alten Steinbruchs von Gehlweiler, dann über den herauspräparierten Grat. Der schweißtreibende Anstieg endet am oberen Rand des Steinbruchs Henau. Der Große Soon, der mittlere Teil des Soonwaldes, ist erreicht. Von hier schweift der Blick nach Süden bis zur Kyrburg bei Kirn. Der Steig bleibt danach bis zur Burgruine Koppenstein (539 m) auf der nördlichen Seite des Quarzitrückens.


Der Bergfried kann wie ein Aussichtsturm bestiegen werden. Nun wechselt der Steig vom nördlichen Höhenzug des Großen Soons auf den mittleren. Das beide Höhenzüge trennende Asbachtal wird auf einer Holzbrücke gequert. Die Alteburg (620 m) mit ihrem steinernen Turm, der südwestlichste Gipfel des mittleren Höhenzuges, ist der nächste Aussichtspunkt.


Hallenbuchenwälder, himbeerreiche Altbuchenbestände und Fichtenaufforstungen prägen den breiten Kamm des Großens Soons. Er wird vom Rennweg, einer geradlinigen Forststraße erschlossen. Über den Zuweg X3 und Sponheimer Weg (S) geht es zum heutigen Etappenziel Tiefenbach.

5. Tag:
Wer dem Soonwaldsteig komplett folgenden möchte, wandert von Tiefenbach über den X3 und Sponheimer Weg wieder zurück zum Soonwaldsteig Richtung Jagdhaus Queckspring. Der Soonwaldsteig verläuft hier auf schmalen Pfaden neben dem Rennweg. Im Naturschutzgebiet Eschen, nur wenige hundert Meter nördlich über ein Zuweg erreichbar, wachsen in einem parkartigen Wald seltene Orchideen unter uralten Einzelbäumen. An dem Zuweg zum Naturschutzgebiet zweigt der Sponheimer Weg, ein historischer Themenweg, ab. Nach der Runden Tanne kommt der Wanderer an das Ende der Zwischenetappe, den Wanderparkplatz Ellerspring an der L 108 (Tiefenbach-Winterbach). Nahe dem Wanderparkplatz am Fernmeldeturm befindet sich die Ellerspring, mit 657 m höchste Erhebung des Soonwaldes. Von hier aus kehrt der Steig auf den nördlichen Höhenzug zurück. Mit dem Naturschutzgebiet Glashütter Wiesen im Gräfenbachtal wird eine kulturgeschichtlich bedeutsame Wiesenlandschaft mit markanten Einzelbäumen berührt.


Durch das Feuchtgebiet Schwappelbruch steigt der Weg zum Schanzerkopf (643 m), einem weiteren markanten Soonwaldgipfel an. Hier kann der Wanderer in einer neugebauten Schutzhütte oberhalb einer Rodelwiese mit Blick auf den nördlichen Soonwaldrand rasten. Im weiteren Verlauf nach Osten führt der Steig an der L 239 (Ellern-Münchwald) von der Nordseite auf den Kamm zurück. Mit dem Naturwaldreservat Katzenkopf wird ein urwüchsiger Altbuchenbestand berührt. Am Hochsteinchen (648 m), einer Felsformation am Ostrand des Großen Soons, kann ein eiserner Aussichtsturm bestiegen werden. Von dort aus geht es steil bergab zur Rheinböllerhütte und weiter in den Ort Rheinböllen, dem Ende der Etappe, Übernachtung.
Gesamtwanderstrecke 25 km
Hinweis:
Wer den Weg abkürzen möchte auf 21 Kilometer, wandert von Tiefenbach über den W1 und den Wanderweg Weiße Scheibe bis kurz vor den Wanderparkplatz Ellerspring /Schwappelbruch und folgt dann wieder dem Soonwaldsteig.
6. Tag:
Nach Querung des Guldenbaches nutzt der Soonwaldsteig einen Autobahndurchlass der Kreisstraße nach Dichtelbach, um in den Binger Wald, den östlichen Teil des Soonwaldes zu gelangen. Nach steilem Anstieg kann an der Emmerichshütte eine Pause eingelegt werden. Über den Kandrich zum Ohligsberg hin öffnet sich der Wald und der Blick schweift bis zum Rhein. Eine neu erbaute Schutzhütte lockt zum Verweilen. Anschließend gelangen die Wanderer an der verborgenen kleinen Blockschutthalde des Eselstein vorbei zur bewirtschafteten Lauschhütte, die sich für eine Mittagspause eignet. Gestärkt kann nun der hölzerne Aussichtsturm auf dem Salzkopf (628 m) erklommen werden. Er bietet eine grandiose Rundumsicht. Der Abstieg ins Rheintal erfolgt über das Morgenbachtal. Im oberen Abschnitt noch still und einsam, begegnet man nahe der Ausflugsgaststätte „Jägerhaus“ häufig Kindergruppen. Sie suchen in der „Steckeschlääferklamm“ nach versteckten Gesichtern und Fratzen, die ein Künstler in die Baumstämme geschnitzt hat. Taxitransfer zum Übernachtungsort Bingen


7. Tag:
Taxitransfer von Bingen zurück zum Jägerhaus. Ab dem Jägerhaus wird das im weiteren Verlauf unter Naturschutz stehende Morgenbachtal immer steiler und enger. Die Felsen an den Talflanken werden gerne beklettert. Wenn ehemalige Mühlen im Talgrund zu sehen sind, ist der Abzweig nach Trechtingshausen erreicht. Die letzte Etappe lässt genug Zeit für ausgedehnte Besichtigungen. In Trechtingshausen kann man beispielsweise die Burg Reichenstein und die Klemenskapelle anschauen, bevor man auf dem Eselspfad aus dem Morgenbachtal auf die Rheinhöhen aufsteigt. Dieser teils geländergesicherte Pfad führt auf und ab bis zum Schweizerhaus, einer mit einem großartigen Ausblick gesegneten Ausflugsgaststätte. Der Rhein bildet das vierte und größte Durchbruchstal, wenn man den geologisch aus Quarzit aufgebauten Taunus als Fortsetzung des Soonwaldes ansieht. Zuvor kann man die zinnengekrönte, im romantischen Stil wiederaufgebaute Burg Rheinstein besuchen, deren Zugbrücke nur wenige Schritte unterhalb des Soonwaldsteiges liegt. Durch das enge Kerbtal des Poßbaches und vorbei am Aussichtspunkt Damianskopf wird das Forsthaus Heiligkreuz erreicht. Hier lohnt es sich, etwas vom Weg abzuschweifen. Entlang eines Erlebnispfades warten eine Hängebrücke, ein freigelegter römischer Gutshof und ein Mammutbaum im forstbotanischen Garten auf Besucher. Auch ein Abstecher in die Kreuzbachklamm, den tief eingeschnittenen, steilen Unterlauf eines Baches, ist empfehlenswert. Der Steig fällt nun nach Bingen sanft ab und gewährt noch manchen Ausblick auf das Rheintal bei Assmannshausen. Am Prinzenkopf steigt ein Pfad steil hinab, der die Wanderer bis vor die Eingangstür der Jugendherberge führt. Nun sind noch wenige hundert Meter durch den Stadtteil Bingerbrück zurückzulegen, bis man am Ende des Soonwaldsteigs, dem Binger Hauptbahnhof, angelangt ist. Es bleibt noch genügend Zeit, um einen Abstecher zum Park am Mäuseturm zu machen oder um über die Nahebrücke nach Bingen, zur Altstadt mit der Burg Klopp, zur Drususbrücke oder zum Rochusberg zu wandern.

8. Tag
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