Programm:
1. Tag:
Individuelle Anreise nach Kirn
2. Tag:
Wanderung Kirn - Rudolfshaus bei Bundenbach,
13 km
3. Tag:
Rudolfshaus - Gemünden, 17 km
4. Tag:
Gemünden - Argenthal, 22 km
5. Tag:
Argenthal - Jägerhaus, 24 km
6. Tag:
Jägerhaus - Bingen, 12 km
7. Tag:
Abreise
Leistungen:
 |
6 x
Übernachtung mit Frühstück, Zimmer mit
Dusche/WC |
 |
4 x Lunchpaket |
 |
1 x Kartenmaterial pro Zimmer |
 |
1 x Personentransfer
Schanzenkopf - Argenthal und Argenthal -
Schanzenkopf |
 |
Gepäcktransport
zum Tagesziel |
Preise:
pro Person im DZ 389,00
Einzelzimmerzuschlag 83,00
Preis für eine Person als Einzelwanderer(in):
518,00
Fotonachweis:
Trägerverein Naturpark Soonwald-Nahe e.
V.
Salinenstr. 47
55543 Bad Kreuznach
|
Tourenverlauf
1. Tag:
Individuelle Anreise Kirn
2. Tag:
Der Soonwaldsteig beginnt am Kirner Bahnhof. Nach
Durchquerung der Innenstadt steigt er auf der
östlichen Seite des Hahnenbachtals nach
Kallenfels auf. Ein erster landschaftlicher
Höhepunkt sind die drei steilen, teils mit
Burgruinen gekrönten Quarzitfelsen. Auf einem
schmalen Pfad, der mit Tafeln zu Waldthemen
ausgestattet ist, geht es durch Niederwald weiter
zu Schloss Wartenstein. Von der durch mächtige
Rosskastanien beschatteten Aussichtsterrasse
öffnet sich ein großartiger Blick ins
Hahnenbachtal, eines der Durchbruchstäler des
Soonwaldes. Eine von mehreren Ausstellungen der
Erlebniswelt Wald und Natur erklärt
das Lohmachen, das Schälen der gerbstoffreichen
Eichenrinde zur Lederherstellung. An der Gemeinde
Hahnenbach vorbei führt der Soonwaldsteig bis
zum Steinbachtal. An der Mündung wechselt der
Steig auf die westliche Hahnenbachseite.
Nördlich von Sonnschied, bei Rudolfshaus,
erreicht der Wanderer einen stillen Abschnitt des
Hahnenbachtals, der nicht von einer Straße
erschlossen ist.
Übernachtung in Rudolfshaus.
3. Tag:
Auf dem Weg zum Wanderparkplatz an der
Schiefergrube Herrenberg, werden einige Relikte
des Schieferbergbaus (Feldbahn, Stollen, Halden)
sichtbar. Neben dem Soonwaldsteig verläuft auf
diesem Streckenabschnitt auch der Premium-Rundwanderweg
Vitaltour Hahnenbachtal. Die Besuchergrube
Herrenberg, die benachbarte Keltensiedlung
Altburg und die gut einsehbare Schmidtburg
können leicht zu Fuß besichtigt werden.
Hinter der Keltensiedlung geht der Steig hinab
ins Tal und quert den Hahnenbach nahe der
Schmidtburg. Auf den nächsten 1,5 km führt der
Soonwaldsteig über einen Wassererlebnispfad
bachaufwärts. Am nördlichen Ende bietet sich
eine Wiese in den Hahnenbachauen als Ruheinsel
Stille an. Dann verlässt der Steig das Tal und
steigt in einem Bogen nördlich um Schneppenbach
herum zum Lützelsoon hinauf. Am Teufelsfels (567
m), der ersten markanten Erhebung des kleinen
Soons, hat man vom Aussichtsturm einen
guten Rundblick. Steinige Blockschutthalden, auf
denen mitunter an sonnigen Tagen Wildkatzen
dösen, prägen den weiteren Verlauf auf dem
schmalen Kamm des Quarzitrückens. Grenzsteine
und hölzerne Pfähle markieren alte
Gebietsgrenzen und die heutige Landkreisgrenze.
Am Ende dieser anspruchsvollen Wegstrecke lädt
der Blickenstein (nahe der Womrather Höhe 597 m)
mit seinem gestuften, südexponierten Hang zur
Mittagsrast ein. Danach wendet sich der
Soonwaldsteig auf die Nordseite des Lützelsoons.
Bald ist Schloss Gemünden zu sehen. Von einer
Schutzhütte aus, zu der man über einen kurzen
Abstecher gelangt, kann man ins Tal des
Simmerbachs (im Sprachgebrauch Kellenbachtal
genannt), das zweite Soonwald-Durchbruchstal,
hinabschauen.
|
Auf dem Langenstein,
einer steil aus dem Laubwald aufragenden
Felsnadel, brütet ein Wanderfalkenpaar. Nach dem
Abstieg nördlich um den Langenstein herum an der
B 241 (Gemünden-Simmertal) führt der Weg an
einer für den Soonwaldsteig eigens erbauten
Fußgängerbrücke auf die andere Seite des
Simmerbachs. Nach kurzer Strecke am östlichen
Bachufer entlang geht es im Niederwald steil 275
Höhenmeter hinauf über Blockschutthalden und
vorbei an Quarzitfelsen zunächst an der
Flanke des alten Steinbruchs von Gehlweiler, dann
über den herauspräparierten Grat. Der
schweißtreibende Anstieg endet am oberen Rand
des Steinbruchs Henau. Der Große Soon, der
mittlere Teil des Soonwaldes, ist erreicht. Von
hier schweift der Blick nach Süden bis zur
Kyrburg bei Kirn. Der Steig bleibt danach bis zur
Burgruine Koppenstein (539 m) auf der nördlichen
Seite des Quarzitrückens. Der Bergfried kann wie
ein Aussichtsturm bestiegen werden. Über den
markierten Zuweg (Europäischer Fernwanderweg Nr.
3 (X3) geht es hinab nach Gemünden,
Übernachtung in Gemünden
4. Tag:
Über den X3 wird wieder der
Soonwaldsteig am Koppenstein erreicht. Nun
wechselt der Steig vom nördlichen Höhenzug des
Großen Soons auf den mittleren. Das beide
Höhenzüge trennende Asbachtal wird auf einer
Holzbrücke gequert. Die Alteburg (620 m) mit
ihrem steinernen Turm, der südwestlichste Gipfel
des mittleren Höhenzuges, ist der nächste
Aussichtspunkt. Hallenbuchenwälder,
himbeerreiche Altbuchenbestände und
Fichtenaufforstungen prägen den breiten Kamm des
Großens Soons. Er wird vom Rennweg, einer
geradlinigen Forststraße erschlossen. Der
Soonwaldsteig verläuft hier auf schmalen Pfaden
neben dem Rennweg. Im Naturschutzgebiet Eschen,
nur wenige hundert Meter nördlich über ein
Zuweg erreichbar, wachsen in einem parkartigen
Wald seltene Orchideen unter uralten
Einzelbäumen. Nach der Runden Tanne kommt der
Wanderer zum Ellerspring, mit 657 m höchste
Erhebung des Soonwaldes. Von hier aus kehrt der
Steig auf den nördlichen Höhenzug zurück. Mit
dem Naturschutzgebiet Glashütter Wiesen im
Gräfenbachtal wird eine kulturgeschichtlich
bedeutsame Wiesenlandschaft mit markanten
Einzelbäumen berührt. Personentransfer vom
Wanderparkplatz Schanzerkopf zum Etappenziel
Argenthal. Übernachtung in Argenthal.
5. Tag:
Personentransfer zum Wanderstart, dem WP
Schanzerkopf. Im weiteren Verlauf nach Osten
führt der Steig an der L 239 (Ellern-Münchwald)
von der Nordseite auf den Kamm zurück. Mit dem
Naturwaldreservat Katzenkopf wird ein
urwüchsiger Altbuchenbestand berührt. Am
Hochsteinchen (648 m), einer Felsformation am
Ostrand des Großen Soons, kann ein eiserner
Aussichtsturm bestiegen werden. Von dort aus geht
es steil bergab zur Rheinböllerhütte.
|
Nach Querung des
Guldenbaches nutzt der Soonwaldsteig einen
Autobahndurchlass der Kreisstraße nach
Dichtelbach, um in den Binger Wald, den
östlichen Teil des Soonwaldes zu gelangen. Nach
steilem Anstieg kann an der Emmerichshütte eine
Pause eingelegt werden. Über den Kandrich zum
Ohligsberg hin öffnet sich der Wald und der
Blick schweift bis zum Rhein. Eine neu erbaute
Schutzhütte lockt zum Verweilen. Anschließend
gelangen die Wanderer an der verborgenen kleinen
Blockschutthalde des Eselstein vorbei zur
bewirtschafteten Lauschhütte, die sich für eine
Mittagspause eignet. Gestärkt kann nun der
hölzerne Aussichtsturm auf dem Salzkopf (628 m)
erklommen werden. Er bietet eine grandiose
Rundumsicht. Der Abstieg ins Rheintal erfolgt
über das Morgenbachtal. Im oberen Abschnitt noch
still und einsam, begegnet man nahe der
Ausflugsgaststätte Jägerhaus
häufig Kindergruppen. Sie suchen in der Steckeschlääferklamm
nach versteckten Gesichtern und Fratzen, die ein
Künstler in die Baumstämme geschnitzt hat.
Übernachtung im Jägerhaus.
6. Tag:
Ab dem Jägerhaus wird das im weiteren Verlauf
unter Naturschutz stehende Morgenbachtal immer
steiler und enger. Die Felsen an den Talflanken
werden gerne beklettert. Wenn ehemalige Mühlen
im Talgrund zu sehen sind, ist der Abzweig nach
Trechtingshausen erreicht. Die letzte Etappe
lässt genug Zeit für ausgedehnte Besichtigungen.
In Trechtingshausen kann man beispielsweise die
Burg Reichenstein und die Klemenskapelle
anschauen, bevor man auf dem Eselspfad aus dem
Morgenbachtal auf die Rheinhöhen aufsteigt.
Dieser teils geländergesicherte Pfad führt auf
und ab bis zum Schweizerhaus, einer mit einem
großartigen Ausblick gesegneten
Ausflugsgaststätte. Der Rhein bildet das vierte
und größte Durchbruchstal, wenn man den
geologisch aus Quarzit aufgebauten Taunus als
Fortsetzung des Soonwaldes ansieht. Zuvor kann
man die zinnengekrönte, im romantischen Stil
wiederaufgebaute Burg Rheinstein besuchen, deren
Zugbrücke nur wenige Schritte unterhalb des
Soonwaldsteiges liegt. Durch das enge Kerbtal des
Poßbaches und vorbei am Aussichtspunkt
Damianskopf wird das Forsthaus Heiligkreuz
erreicht. Hier lohnt es sich, etwas vom Weg
abzuschweifen. Entlang eines Erlebnispfades
warten eine Hängebrücke, ein freigelegter
römischer Gutshof und ein Mammutbaum im
forstbotanischen Garten auf Besucher. Auch ein
Abstecher in die Kreuzbachklamm, den tief
eingeschnittenen, steilen Unterlauf eines Baches,
ist empfehlenswert. Der Steig fällt nun nach
Bingen sanft ab und gewährt noch manchen
Ausblick auf das Rheintal bei Assmannshausen. Am
Prinzenkopf steigt ein Pfad steil hinab, der die
Wanderer bis zur Jugendherberge führt. Nun sind
noch wenige hundert Meter durch den Stadtteil
Bingerbrück zurückzulegen, bis man am Ende des
Soonwaldsteigs, dem Binger Hauptbahnhof,
angelangt ist. Übernachtung in Bingen.
7. Tag:
Individuelle Abreise
|