Saale-Radweg
Radfahren ohne Gepäck - 7 Tage -, 2012

Radfahren ohne Gepäck auf dem Saale-Radweg - an der Saale hellem Strande:
Die Saale, einer der bedeutendsten Nebenflüsse der Elbe, entspringt wie Naab, Eger und Main, im Fichtelgebirge. Genau genommen in 707 Meter Höhe am Nordwesthang des Großen Waldsteins. Nach ungefähr 427 Kilometer langem Lauf ergießt sich der Fluss vor den Toren Magdeburgs bei der kleinen Stadt Barby in die Elbe.
Nicht nur Dichter schwärmten von der alten Universitätsstadt Jena, die malerisch zwischen Kalkfelsen im Saaletal gebettet liegt. Goethe konnte von seinen geliebten Dornburger Schlössern auf dem hohen Saaleufer ein Leben lang nicht lassen.
Das Weinbaugebiet Saale-Unstrut am mittleren Saalelauf rund um die liebenswerte mittelalterliche Stadt Naumburg ist nicht groß, aber inzwischen hat es sich bei Kennern bis an Rhein und Mosel herumgesprochen, dass hier vorzügliche Tropfen gekeltert werden.
Nördlich folgen Bad Dürrenberg, Merseburg und Halle, die größte Stadt am Saale-Radwanderweg mit vielen Sehenswürdigkeiten. Träge fließt nun die Saale durch grüne Wiesen und Auenwälder. Einige Schlösser wie in Wettin, Plötzkau und Bernburg und interessante Städte säumen noch ihren Weg, ehe sie die Elbe erreicht.
Doch das Schönste, was der Fluss zu bieten hat, sind die Burgen an seinem Lauf. Von der Quelle bis zur Mündung stehen sie zu beiden Seiten der Saale in dichter Folge wie kaum an einem anderen deutschen Fluss. Sie entstanden in der Mehrzahl um die Jahrtausendwende, als die Saale, der Grenzfluss zum slawischen Königreich, mit vielen Grenzfesten gesichert wurde. Einige sind nur noch an spärlichen Erdwällen zu erahnen, manche gingen in prachtvollen Schlössern auf, andere sind zu romantischen Ruinen verfallen.

Programm:
1. Tag:
Individuelle Anreise nach Saalfeld.
Wir empfehlen die Anreise mit der Bahn.
2. Tag:
Saalfeld - Jena (55 km)
3. Tag:
Jena - Naumburg (55 km)
4. Tag:
Naumburg - Halle (65 km)
5. Tag:
Halle - Bernburg (65 km),
6. Tag:
Bernburg - Magdeburg (75 km)
7. Tag:

Nach dem reichhaltigen Frühstück individuelle Abreise


Leistungen:

6 Übernachtungen in Mittelklassehotels im Doppelzimmer mit Dusche/WC inkl. Frühstück
Gepäcktransfer zu den jeweiligen Unterkünften
detailliertes Kartenmaterial
Begrüßungsgetränk

Reisepreis:
p.P im Doppelzimmer 419,00 €
(ab 2 Personen)
Einzelzimmerzuschlag 160,00 €

Kinderpreise
bitte auf Anfrage je nach Leistung und Unterkunftsart

Radmiete: 50,00 €
Elektorad: 110,00 €

Fotonachweis:
Michael Rang, Naumburg, 2008/2009,
Marketing Sachsen-Anhalt,
Stadtmarketing Halle, Foto Thomas Ziegler, Stadt Halle (Saale)
.
Bertold Jetschke

Fahrzeiten mit der Bahn nach Saalfeld (schnellste Verbindung)

Berlin 2 Std. 46 Min.
Dortmund 4 Std. 58 Min.
Hamburg 4 Std. 39 Min.
Köln 5 Std. 14 Min.
München 2 Std. 53 Min.
Stuttgart 2 Std. 53 Min.


Fahrzeiten mit der Bahn von Bernburg
(schnellste Verbindung)

Berlin 2 Std. 27 Min.
Dortmund 4 Std. 20 Min.
Hamburg 4 Std. 04 Min.
Köln 5 Std. 20 Min.
München 5 Std. 54 Min.
Stuttgart 6 Std. 19 Min.


Sie können sich das Angebot auch ausdrucken
1. Tag:
Ihr Radurlaub auf dem Saale-Radweg beginnt in Saalfeld. Die Stadt am Rand des Thüringer Schiefergebirges ist berühmt für ihre Feengrotten. Bis 17.00 Uhr finden täglich alle 20 bis 30 Minuten Führungen durch die „die farbenreichsten Schaugrotten der Welt“ statt. Ein spektakulärer Auftakt Ihrer Reise. Sehenswert ist auch die Altstadt um den weitläufigen Marktplatz, mit Renaissance-Rathaus, vier Stadttoren, darunter das wuchtige Saaltor, und der doppeltürmigen gotischen Johanneskirche.
Übernachtung in Saalfeld



2. Tag:
Von Saalfeld nach Rudolstadt ist es entlang der Saale nur ein Katzensprung. Das dortige Barockschloss ist der erste Höhepunkt des Tages. Ein Blick in die prächtigen Rokokosäle ist allemal einen Abstecher wert. Weiter flussabwärts steht die als „Königin des Saaletals“ gefeierte Leuchtenburg über dem Tal. Ziel des Tages ist Jena. Die moderne Universitäts- und Optikstadt duckt sich fast ein wenig unter die steilen Hänge des Tales, muss sich angesichts ihres Kulturangebots aber wahrlich nicht verstecken.
Übernachtung in Jena

Besuchen Sie in Jena das Optik-Museum, bevor Sie mit Ihrer Radtour fortfahren.


3. Tag:
Die berühmten drei Dornburger Schlösser sind das erste Ziel der Schlussetappe entlang der Saale.


Hoch über dem „Saale-Canyon“ thronen theatralisch inszeniert Altes Schloss, Rokoko-Schloss


 und Renaissance-Schloss am Rand der Klippen, umgeben von barocken und englischen  Landschafts-gärten. An der auf hohem Felsen stehenden Rudelsburg und den beiden Türmen der Burg Saaleck vorbei, geht es stets der Saale folgend durch mediterran wirkende Weinterrassen zurück nach Naumburg ins Ziel der Radtour durch Thüringen.
Übernachtung in Naumburg



 
Naumburger Dom:
Bekannt sind hier die Stifterfiguren Uta und Ekkehard.



4. Tag:

Das Landschaftsbild der heutigen Etappe ist ein ganz anderes als die Tage zuvor. Weite Auenwälder und grüne Wiesen prägen nun die Fahrt entlang der Saale.
Von Jena nach Dorndorf mit den drei Schlössern auf einem Muschel- Kalkfelsen.
Auf dem Weg oberhalb des Radweges sind die interessanten Schlösser zu besichtigen

Über die Residenzstadt Weißenfels geht es zum Gradierwerk Bad Dürrenberg. Tief durchatmen! Die salzhaltige Luft ist gesund. Wuchtig baut sich dann die Kulisse der Dom- und Schlösserstadt Merseburg über dem Fluss auf.


Heinrich der I. erfocht 933 in der Nähe, bei dem Dorfe Keuschberg, seinen glänzenden Sieg über die Ungarn.
Merseburg war Residenz der Markgrafen von Merseburg, von 968 an Sitz der Bischöfe und im 10. und 11. Jahrhundert, nachdem es Otto I. zur kaiserlichen Pfalz erhoben hatte, auch Lieblingsaufenthalt der deutschen Kaiser.
Von 973 bis 1302 wurden hier 15 Reichstage abgehalten.
Chroniken zu Merseburg lieferte u.a. Vulpius (Quedlinburg 1700)
(Meyers Lexikon 1869)
Bestaunen Sie im Museum des Merseburger Doms ein Faximele der „Merseburger Zaubersprüche“, die einzigen erhaltenen Zeugen germanisch-heidnischer Religiosität in althochdeutscher Sprache.



 Das Ziel Halle/Saale präsentiert sich als modernen Großstadt, zeigt sich in der Altstadt um die imposante Marktkirche aber auch beschaulich.
Übernachtung in Halle (Saale)

Herausragend sind die Franckeschen Stiftungen, die Marktkirche und das Landesmuseum für Vorgeschichte. Das Museum ist mittlerweile weltweit für die Beherbergung der berühmten Himmelsscheibe bekannt, bietet darüber hinaus jedoch auch andere, sehr empfehlenswerte Kurzzeit- und Dauerausstellungen und seine archäologischen Sammlungen gehören heute zu den ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten in Deutschland. Ebenso kann das Geburtshaus des Komponisten Händel besichtigt werden.
5. Tag:
Mit einer süßen Hallorenkugel im Mund radeln sie heute wieder aus Halle hinaus.


Die größte Stadt an der Saale ist weithin bekannt für ihre zartschmelzenden Verführungen. Eher bizarr sind dagegen die Felsszenerien der Brachwitzer Alpen. In dem Naturschutzgebiet gedeihen fast 100 verschiedene anderorts rare Tier- und Pflanzenarten. Kleine Landkirchen, hübsche Altstädtchen und die prächtigen Burgen und Schlösser von Wettin und Plötzkau begleiten nun den romantischen Flusslauf bis in die Kunststadt Bernburg.
Übernachtung in Bernburg



6. Tag:
Wieder ändert sich das Landschaftsbild merklich und zeigt, wie abwechslungsreich das Saaletal ist. Auf dem Weg in die Landeshauptstadt Magdeburg führt der Saale-Radweg durch weite Ebenen. Kornfelder prägen die fruchtbaren Niederungen der nun schon nahen Elbe. Ein kurzer Abstecher führt ins nahe der Strecke gelegene Barockstädtchen Calbe, mit einer beeindruckend Rolandstatue am Marktplatz. Nach der Mündung der Saale in die Elbe geht die Fahrt durch das Biosphärenreservat Mittlere Elbe Magdeburg entgegen.
Übernachtung in Magdeburg

7. Tag:
Individuelle Abreise
 
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FAX: 4913
   

Wange des Kirchengestühls im Dom, angefertigt vom Merseburger Tischler- Meister Malpricht
* Anmerkung des Verfassers Bertold Jetschke zum Hasen vom Merseburger Dom:
Berthold Karl Hermann
Jetschke heiratete am 26.06.1870 Friederike Malpricht.
Friederike entstammte einer angesehenen Merseburger Tischlerfamilie. Friederikes Vater hat zusammen mit fünf weiteren
Tischlermeistern das Chorgestühl im Merseburger Dom angefertigt, wie mir es mein stolzer Großvater immer wieder erzählte.
Dies wurde mir auch am 26.10.1995 von der Domstift- Verwaltung Naumburg/Merseburg auf Grund meiner Anfrage bestätigt.


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