Saale-Radweg
Radfahren ohne Gepäck - 7 Tage -, 2010

Radfahren ohne Gepäck auf dem Saale-Radweg - an der Saale hellem Strande:
Die Saale, einer der bedeutendsten Nebenflüsse der Elbe, entspringt wie Naab, Eger und Main, im Fichtelgebirge. Genau genommen in 707 Meter Höhe am Nordwesthang des Großen Waldsteins. Nach ungefähr 427 Kilometer langem Lauf ergießt sich der Fluss vor den Toren Magdeburgs bei der kleinen Stadt Barby in die Elbe.
Auf seinem Weg fließt der Fluss durch dunkle Wälder, enge Schluchten und malerische Stauseen. Als erste bedeutsame Stadt liegt Hof an seinen Ufern. Alte thüringische Städte wie Saalfeld und Rudolstadt folgen. Nicht nur Dichter schwärmten von der alten Universitätsstadt Jena, die malerisch zwischen Kalkfelsen im Saaletal gebettet liegt. Goethe konnte von seinen geliebten Dornburger Schlössern auf dem hohen Saaleufer ein Leben lang nicht lassen.
Das Weinbaugebiet Saale-Unstrut am mittleren Saalelauf rund um die liebenswerte mittelalterliche Stadt Naumburg ist nicht groß, aber inzwischen hat es sich bei Kennern bis an Rhein und Mosel herumgesprochen, dass hier vorzügliche Tropfen gekeltert werden.
Nördlich folgen Bad Dürrenberg, Merseburg und Halle, die größte Stadt am Saale-Radwanderweg mit vielen Sehenswürdigkeiten. Träge fließt nun die Saale durch grüne Wiesen und Auenwälder. Einige Schlösser wie in Wettin, Plötzkau und Bernburg und interessante Städte säumen noch ihren Weg, ehe sie die Elbe erreicht.
Doch das Schönste, was der Fluss zu bieten hat, sind die Burgen an seinem Lauf. Von der Quelle bis zur Mündung stehen sie zu beiden Seiten der Saale in dichter Folge wie kaum an einem anderen deutschen Fluss. Sie entstanden in der Mehrzahl um die Jahrtausendwende, als die Saale, der Grenzfluss zum slawischen Königreich, mit vielen Grenzfesten gesichert wurde. Einige sind nur noch an spärlichen Erdwällen zu erahnen, manche gingen in prachtvollen Schlössern auf, andere sind zu romantischen Ruinen verfallen.

Programm:
1. Tag:
Individuelle Anreise nach Saalfeld.
Wir empfehlen die Anreise mit der Bahn.
2. Tag:
Saalfeld - Jena (55 km)
3. Tag:
Jena - Naumburg (40 km)
4. Tag:
Naumburg - Freyburg - Naumburg (38 km)
5. Tag:
Naumburg - Halle (65 km)
6. Tag:
Halle - Bernburg (55 km),
7. Tag:
Nach dem reichhaltigen Frühstück individuelle Abreise


Leistungen:

6 Übernachtungen in Mittelklassehotels im Doppelzimmer mit Dusche/WC inkl. Frühstück
Gepäcktransfer zu den jeweiligen Unterkünften
detailliertes Kartenmaterial
Führung in den Saalfelder Feengrotten am Anreisetag ab 17.00 Uhr
Führung im Naumburger Dom und Domschatzgewölbe
Führung und Verkostung in der Naumburger Wein- und Sektmanufaktur
Mehrgang-Abendmenu in Ihrem Hotel in Naumburg

Reisepreis:
p.P im Doppelzimmer 498,00 €
(ab 2 Personen)
Einzelzimmerzuschlag 115,00 €

Kinderpreise
bitte auf Anfrage je nach Leistung und Unterkunftsart

Radmiete: 60,00 €

Fotonachweis:
Michael Rang, Naumburg, 2008/2009,
Marketing Sachsen-Anhalt,
Stadtmarketing Halle, Foto Thomas Ziegler, Stadt Halle (Saale)
.
Bertold Jetschke

Fahrzeiten mit der Bahn nach Saalfeld (schnellste Verbindung)

Berlin 2 Std. 46 Min.
Dortmund 4 Std. 58 Min.
Hamburg 4 Std. 39 Min.
Köln 5 Std. 14 Min.
München 2 Std. 53 Min.
Stuttgart 2 Std. 53 Min.


Fahrzeiten mit der Bahn von Bernburg
(schnellste Verbindung)

Berlin 2 Std. 27 Min.
Dortmund 4 Std. 20 Min.
Hamburg 4 Std. 04 Min.
Köln 5 Std. 20 Min.
München 5 Std. 54 Min.
Stuttgart 6 Std. 19 Min.


Sie können sich das Angebot auch ausdrucken
1. Tag:
Individuelle Anreise nach Saalfeld und einchecken in Ihr bereits reserviertes Hotel. Reisen Sie nicht zu spät an; letzte Führung durch die Saalfelder Feengrotten ab 17.00 Uhr.


2. Tag:
Von Saalfeld radeln Sie entlang der Saalebahn nach Schwarza und Rudolstadt hinauf zur Heidecks- Burg. In Rudolstadt lohnt sich ein Besuch der „Thüringer Bauernhäuser“ und der imposanten Anlage der Heidecksburg, von wo aus Sie einen fantastischen Blick über das Saaletal und die historische Altstadt von Rudolstadt genießen können.
Weiter nach Freienorla ( Blick auf Orlamünde), Kahla und zur Leuchtenburg.
Von hier unter der Autobahn hindurch nach
Jena , Übernachtung.


Besuchen Sie in Jena das Optik-Museum, bevor Sie mit Ihrer Radtour fortfahren.


3. Tag:
Von Jena nach Dorndorf mit den drei Schlössern auf einem Muschel- Kalkfelsen.
Auf dem Weg oberhalb des Radweges sind die interessanten Schlösser zu besichtigen

Von der Schloßterrasse hat man bei Kaffee und Kuchen einen herrlichen Blick auf das Saaletal..


Der Aufstieg hierher lohnt sich also.
Nach Camburg (Burgruinen Camburg und Cyriaksburg) kommen die Burgen Saaleck und Rudelsburg in Sicht. Hier entstand von dem Komponisten Kugler das bekannte
Lied "An der Saale hellem Strande...".
Von hier in das Kurstädtchen Bad Kösen (Gradierwerk) und durch die Weinberge in die Domstadt Naumburg, Übernachtung.
4. Tag:
Führung im Naumburger Dom.


Bekannt sind hier die Stifterfiguren Uta und Ekkehard.

Radtour nach Freyburg,


Führung und Verkostung in der Naumburger Wein- und Sektmanufaktur mit anschließendem Mehrgang-Menu am Abend, Übernachtung in Naumburg.

5. Tag:
Von Naumburg nach Weißenfels mit dem sehenswerten Schloß Neu-Augustusburg und der reich verzierten Schloßkapelle. In Bad Dürrenberg atmen Sie salzhaltige Luft am Gradierwek (850 m lang) ein.
In Merseburg ist ein Besuch des Doms
* mit dem Schloß empfehlenswert.


Bestaunen Sie im Museum des Merseburger Doms ein Faximele der „Merseburger Zaubersprüche“, die einzigen erhaltenen Zeugen germanisch-heidnischer Religiosität in althochdeutscher Sprache.

Heinrich der I. erfocht 933 in der Nähe, bei dem Dorfe Keuschberg, seinen glänzenden Sieg über die Ungarn.
Merseburg war Residenz der Markgrafen von Merseburg, von 968 an Sitz der Bischöfe und im 10. und 11. Jahrhundert, nachdem es Otto I. zur kaiserlichen Pfalz erhoben hatte, auch Lieblingsaufenthalt der deutschen Kaiser.
Von 973 bis 1302 wurden hier 15 Reichstage abgehalten.
Chroniken zu Merseburg lieferte u.a. Vulpius (Quedlinburg 1700)
(Meyers Lexikon 1869)



Nachdem Sie sich im Schloßhof und im Schloßgarten mit der Orangerie


umgesehen haben, fahren Sie nach Halle, wo eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten auf Sie wartet.


Herausragend sind die Franckeschen Stiftungen, die Marktkirche und das Landesmuseum für Vorgeschichte. Das Museum ist mittlerweile weltweit für die Beherbergung der berühmten Himmelsscheibe bekannt, bietet darüber hinaus jedoch auch andere, sehr empfehlenswerte Kurzzeit- und Dauerausstellungen und seine archäologischen Sammlungen gehören heute zu den ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten in Deutschland. Ebenso kann das Geburtshaus des Komponisten Händel besichtigt werden, Übernachtung in Halle.


6. Tag:
Durch die "Brachwitzer Alpen" geht es nach Mücheln. Kurz vor Wettin, dem Stammsitz der „alten Wettiner“, können Sie die Templerkapelle „Unser Lieben Frauen“ besuchen. Die Kapelle ist eine in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtete gotische Kapelle. Sie ist heute eines der wenigen noch existierenden baulichen Zeugnisse der Templer in Deutschland. In Bernburg ist das Renaissance- Schloß sehenswert, Übernachtung in Bernburg.

7. Tag:
Individuelle Abreise
 
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FAX: 4913
   

Wange des Kirchengestühls im Dom, angefertigt vom Merseburger Tischler- Meister Malpricht
* Anmerkung des Verfassers Bertold Jetschke zum Hasen vom Merseburger Dom:
Berthold Karl Hermann
Jetschke heiratete am 26.06.1870 Friederike Malpricht.
Friederike entstammte einer angesehenen Merseburger Tischlerfamilie. Friederikes Vater hat zusammen mit fünf weiteren
Tischlermeistern das Chorgestühl im Merseburger Dom angefertigt, wie mir es mein stolzer Großvater immer wieder erzählte.
Dies wurde mir auch am 26.10.1995 von der Domstift- Verwaltung Naumburg/Merseburg auf Grund meiner Anfrage bestätigt.


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