Wandern ohne Gepäck 2010
Kammtour - Erzgebirge
Klingenthal - Olbernhau

Wandern ohne Gepäck auf der Kammtour im Erzgebirge:
Von Schöneck im Vogtland nach Altenberg auf einer Länge von 210 km quer durchs Erzgebirge: Der Hauptwanderweg Zittau-Wernigerode (auch als Kammweg bezeichnet) verläuft in den Kammlagen über die höchsten Erhebungen des Erzgebirges und des Vogtlandes. So führt der Weg über den Aschberg (936 m), den Auersberg (1019 m), den Fichtelberg (1215 m), den Bärenstein (898 m), den Hirtstein (890 m) und den Kahleberg (905 m). Natürlich kann man auch im böhmischen Teil des Erzgebirges wandern und den höchsten Berg des Gebirges, den Keilberg (1244 m), erklimmen. Der "Kammweg" ist durchgängig von Schöneck bis nach Altenberg mit einem "blauen Querstrich im weißen Quadrat" markiert.
Wir haben für Sie ein Wanderprogramm zusammengestellt, bei dem Sie die reizvolle Landschaft der Region kennenlernen können. Der Weg verläuft über große Strecken durch den Erzgebirgswald. Die Etappen sind so gestaltet, dass sie von allen zu bewältigen sind und noch genügend Zeit zum Kennenlernen der Region bleibt.





 

Programm:
1. Tag:
Anreise nach Klingenthal (auch per Bahn möglich)
2. Tag:
Klingenthal/Mühlleithen über den Aschberg (936 m) nach Weitersglashütte (ca. 21 km)
3. Tag:
Wanderung von Weitersglashütte über den Auersberg (1019 m) nach Breitenbrunn (ca. 21 km)
4. Tag:
Wanderung von Breitenbrunn nach Kurort Oberwiesenthal über den höchsten Berg Sachsens, dem Fichtelberg (1214 m), (ca. 23 km)
5. Tag:
Wanderung von Kurort Oberwiesenthal über den Bärenstein (898 m) nach Jöhstadt (ca. 23,5 km) Teilung der Etappe möglich
6. Tag:
Wanderung von Jöhstadt nach Satzung (ca. 10 km)
(Wegmarkierung „blauer Querstrich im weißen Quadrat“)
7. Tag:
Wanderung von Satzung über den Hirtstein (890 m) nach Pobershau (ca. 20 km)
8. Tag:
Wanderung von Pobershau nach Olbernhau (ca. 24,5 km)
9. Tag:
Individuelle Abreise (auch mit der Bahn möglich)


Leistungen:

8 x ÜF in ausgewählten
Hotels/Landhotels - Gasthof in Satzung - Zimmer mit DU/WC
Gepäcktransport zum Tagesziel
ausführliches Informationsmaterial (Wanderkarte usw.)

Preise:
pro Person im DZ 373,00 €
Einzelzimmerzuschlag 80,00 €
Erzgebirgscard 33,00 € auf Wunsch

Wanderzeit:
Diese Wanderroute ist von Mai bis Oktober begehbar. In den anderen Monaten ist die Kammloipe ausschließlich Skifahrern vorbehalten.

Höhenprofil bitte hier
anklicken





Fotonachweis:
Tourismusverband Erzgebirge e.V.


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Tourenverlauf
1. Tag:
Individuelle Anreise nach Klingenthal

2. Tag
Wegmarkierung blauer Querstrich im weißen Quadrat, teilweise mit dem E3-Zeichen.
Wir beginnen alternativ in Mühlleithen und treffen dort auf den E3 -Wanderweg, dem wir bis Weitersglashütte folgen. Streckenführung: Ausgangspunkt für die Wanderung ist das vogtländische Klingenthal. Als Einstiegsmöglichkeit bietet sich das Hotel „Waldgut Am Aschberg“ an. Der Weg verläuft auf dem Grenzweg - über den Aschberg - direkt an der Grenze zum böhmischen Teil des Erzgebirges entlang. Weiter auf der Kammloipe - Naturschutzgebiet Großer Kranichsee - Drei-Talsperren-Wanderweg bis Carlsfeld. Der Weg führt durch die Ortslage Carlsfeld, an der Talsperre Weiterswiese vorbei, nach Weitersglashütte bzw. weiter auf den Auersberg.
Sehenswürdigkeiten:
Klingenthal: Rundkirche „Zum Friedefürsten“, Eisenbahnausstellung im Bahnhof, Tierpark Klingenthal, Schaumanufaktur zur Herstellung von Akkordeons und Harmonikas und älteste Geigenmacherwerkstatt Klingenthals, Musik- und Wintersportmuseum, Besucherbergwerk „Grube Tannenberg“, Heimatstube in Zwota, Carlsfeld: Trinitatiskirche, höchstgelegene Trinkwassertalsperre Deutschlands, Skimuseum
Grenzübergänge:
• Klingenthal - Kraslice/Graslitz • Klingenthal/Aschberg - Bublava/Schwaderbach

3. Tag:
Wegmarkierung „blauer Querstrich im weißen Quadrat, teilweise das E3-Zeichen, da auf gleicher Trassierung“.
Am Wanderparkplatz in Weitersglashütte beginnt die Etappe. Auf dem Europäischen Fernwanderweg E3 gelangt man nach Wildenthal - über den Schlangenweg geht es bergan auf den Auersberg, den zweithöchsten Berg Sachsens (1019 m). Über den Auersbergweg talwärts erreicht man Steinbach (Achtung Markierungswechsel - nur blauer Querstrich) - die Steinbachtalstraße führt anschließend nach Erlabrunn. Von Steinbach aus empfiehlt sich ein Besuch von Johanngeorgenstadt, der jüngsten Bergstadt im Erzgebirge. Der Wanderweg führt durch Erlabrunn - über den noch einmal recht steil bergan führenden Heuschuppenweg gelangt man auf den Rabenberg und nach Breitenbrunn.
Sehenswürdigkeiten:
Auersberg mit Aussichtsturm, zahlreiche Wandermöglichkeiten im Auersberggbiet, Johanngeorgenstadt: Schaubergwerk „Glöckl“, bergbautechnisches Denkmal „Pferdegöpel“, Johanngeorgenstädter Bergbaulehrpfad, neogotische Stadtkirche, Breitenbrunn: Ruine „Jagdhaus“, Renaissancekirche
Grenzübergänge:
• Wildenthal - Jeleni • Henneberg - Hrebecna • Johanngeorgenstadt - Potucky/ Breitenbach

4. Tag:
Wegmarkierung „blauer Querstrich im weißen Quadrat“
Ausgangspunkt ist die Ruine „Jagdhaus“ - über die Joachimsthaler Straße gelangt man nach Halbemeile - direkt an der Grenze zum böhmischen Erzgebirge entlang. Dem Kranbächelweg folgend wird Rittersgrün erreicht. Ab Rittersgrün verlaufen der Kammweg und der Anton- Günther-Weg auf der gleichen Trassierung. Es geht am Rittersgrüner Freibad vorbei nach Ehrenzipfel und Tellerhäuser. Gerastet werden kann an einem großzügig angelegten Wanderrastplatz mit Wettinbrunnen, Berg-baulehrpfad Rittersgrün-Pöhla und dem Stollen Fuchsloch-Fundgrube. Von Tellerhäuser aus gelangt man ins Fichtelberggebiet, läuft vorbei am Deutschen Gehau - folgt der Alten Bächelstraße - vorbei am Skistadion und der „Sachsenbaude“ - bergan auf den Fichtelberg (1214 m).


Vom höchsten Berg des sächsischen Erzgebirges geht es dann mit der ältesten Seilschwebebahn Deutschlands talwärts in den Kurort Oberwiesenthal oder man folgt dem Fußweg über den Fremdensteig und den „Eckbauer“ in den Ort. Doch vorher sollte dem neu erbauten Fichtelberghaus unbedingt ein Besuch abgestattet werden.

Sehenswürdigkeiten:
Breitenbrunn: Besucherbergwerk „Fundgrube St. Christoph“, Rittersgrün: Schmalspurbahnmuseum Oberrittersgrün, Techn. Privatmuseum Weigel (Wissenswertes zur Papierherstellung), Huthaus der Grube Rothen-Adler-Stollen und der 1882 erbaute Pulverturm, Dorfkirche, Ehrenzipfel: Wettinbrunnen, Fuchsloch-Fundgrube, Bergbaulehrpfad Pöhla - Rittersgrün, Tellerhäuser: Rindenschnitzerei Siegel, Fichtelberggebiet: zahlreiche Wanderwege, auch im böhm. Teil des Erzgebirges (u.a. nach Bozi Dar - Gottesgab, Geburts- u. Sterbeort des Heimatdichters Anton Günther), Fichtelberg (höchster Berg des Sächs. Erzgebirges mit 1214 m) u. Keilberg (höchster Berg des Erzgebirges 1244 m), Kurort Oberwiesenthal: Ski- und Heimatmuseum, Martin-Luther-Kirche, hist. Marktplatz mit Postmeilensäule, Fichtelberg-Schwebebahn (älteste Seilschwebebahn Deutschlands), Fichtelbergbahn (hist. Schmalspurbahn)
Grenzübergänge:
• Breitenbrunn - Rozhrani/ Halbemeile / Kurort Oberwiesenthal - Hrebecna • Kurort Oberwiesenthal - Bozi Dar/ Gottesgab • Kurort Oberwiesenthal - Loucna/ Böhmisch Wiesenthal • Tellerhäuser - Hubertky

5. Tag:
Wegmarkierung „blauer Querstrich im weißen Quadrat“.
Für diese Wanderung bieten sich zwei Einstiegsvarianten an: 1. Mit der Seilschwebebahn auf den Fichtelberg - über den Fremdensteig und Philosophenweg zum Roten Vorwerk/ Waldeck. 2. Vom Marktplatz in Oberwiesenthal - der Vierenstraße folgend - vorbei am Skistadion und der Bühne - in Richtung Rotes Vorwerk/ Waldeck. Hier treffen beide Wege aufeinander. Über den Bärenfang- und Flößzechenweg erreicht man Kretscham-Rothensehma - der Weg führt weiter zur Talsperre Cranzahl. Über den Kläppermühlenweg gelangt man nach Bärenstein oder umrundet die Talsperre - läuft an der Staumauer vorbei - und trifft am Berg Bärenstein wieder auf den Weg.


Der Weg führt nun über den Bärenstein (898 m) - Überquerung der B 95 - talwärts in den Ortsteil Kühberg. Bergan geht es über den „Böhmischen Steig“ bis zum „Berghof“. Man wandert nun direkt an der Grenze zum böhmischen Erzgebirge in die kleine Bergstadt Jöhstadt. Die Etappe kann auf Wunsch auch verkürzt werden. Sie übernachten dann im Berghotel auf dem Bärenstein oder in einer Pension an der Talsperre Cranzahl.
Sehenswürdigkeiten:
Hammerunterwiesenthal: Steinbruch am Stümpelfelsen u. Richtersteinbruch, Bärenstein: Erlöserkirche, St. Bonifatius-Kirche, Berg Bärenstein (Tafelberg aus Basalt mit vorspringenden Aussichtsfelsen, 898m), Jöhstadt: Andreas-Gegentrum-Stolln, Preßnitztalbahn (dampflokbetr. Museumsbahn), Windpark Jöhstadt, Sankt-Salvator-Kirche, hist. Postmeilensäule auf dem Marktplatz
Grenzübergänge:
• Hammerunterwiesenthal • Bärenstein - Vejprty/ Weipert • Jöhstadt - Cerny Potok/ Pleyl

6. Tag:
Wegmarkierung „blauer Querstrich im weißen Quadrat“.
Treffpunkt für die Wanderung ist die St.Salvatorkirche, an der Schule vorbei, läuft man in Richtung Sportplatz. Man gelangt am Ortsteil Schlössel vorüber - in Richtung „Andreas-Gegentrum- Stolln“. Der Weg führt im Schwarzwassertal entlang - direkt an der Bahnstrecke der Preßnitztalbahn (Museumsbahn) - nach Schmalzgrube. Auf der Hauptstraße durch den Ort, biegt man am BGS/Zoll-Gebäude links ab. Der Weg führt steil bergan auf die Satzung- Kühnhaider- Hochfläche. Vorbei am „lustigen Hans“ gelangt man in den Ort Satzung, einem der höchstgelegenen Dörfer Sachsens.
Sehenswürdigkeiten:
Schmalzgrube: Alter Hammer mit Resten eines gemauerten Hochofens, Preßnitztalbahn von Jöhstadt zum Andreas-Gegentrum-Stolln, Satzung: Hirtstein im Nordwesten vom Ort (890 m), höchstgelegene evangelische Dorfkirche Deutschlands, original erhaltene Erzgebirgsstube der Heimatdichterin Luise Pinc mit einer Sammlung von rund 1000 Puppen und Teddy`s
Grenzübergänge:
• Schmalzgrube - Krystofovy Hamry/ Christophhammer
7.Tag:
Wegmarkierung „blauer Querstrich im weißen Quadrat“
Von der Dorfkirche in Satzung führt der Weg auf den Hirstein (890 m). Man folgt dem Weg talwärts - überquert eine Verkehrsstraße und erreicht über den Auerhahnweg die Ortslage von Reitzenhain. Am Zollamt folgt man der Dorfstraße und anschließend dem Wegweiser in Richtung Kühnhaide. Es geht an einem ehemaligen Torfabbau und an einem Holz und Rinden verarbeitenden Betrieb vorbei. Dem Forststeig folgend wird der Sportplatz von Kühnhaide erreicht. Der Weg folgt nun dem Grünen Graben - durch das Naturschutzgebiet Schwarzwassertal- bis zum Aussichtsfelsen „Katzenstein“. Am Wanderrastplatz „Am Katzenstein“ wird die Wegtrasse des Kammweges verlassen und man orientiert sich auf dem EB-Weg in Richtung Pobershau.
Sehenswürdigkeiten:
Kühnhaide: barocke Dorfkirche, Naturschutzgebiet „Mothäuser Heide“ (gehört zu den größten Mooren des Erzgebirges), Pobershau: Kommunikationszentrum „Die Hütte“ (mit einer Ausstellung des Holzbildhauers Gottfried Reichel), Bergbaulehrpfad, Naturerlebnispfad, Waldlehrpfad, Schaubergwerk „Zum Tiefen Molchner Stollen“, Göpelpyramide auf dem Dorfplatz, Aussichtsfelsen Katzenstein, Heimatschau im Fremdenverkehrsbüro, evangelische Kirche
Grenzübergänge:
• Reitzenhain - Hora Sv. Sebastiana/ Sebastiansberg

8. Tag:
Wegmarkierung „blauer Querstrich im weißen Quadrat, teilweise mit dem E3-Zeichen“.
Ausgangspunkt der Wanderung ist die Schutzhütte am Katzenstein.

Man wandert den Weg in Richtung Grüner Graben, folgt aber nach einem Stück dem Karrenweg talwärts und anschließend dem Flusslauf der Schwarzen Pockau talabwärts. Dem Wegweiser Rübenau folgend, geht es steil bergan zum Standort Hüttstattmühle. Achtung Markierungswechsel! Der „Kammweg“ verläuft nun auf der Trassierung des Europäischen Fernwanderweges E3 - blauer Querstrich im weißen Quadrat mit dem E3-Symbol - bis nach Altenberg. Einem Feldweg folgend - bis zum Waldrand - gelangt man an die Verkehrsstraße Rübenau - Ansprung. Über den Alten Komotauer Weg - Viererweg, vorbei am Lehmheider Teich, wird Rübenau erreicht. Es bieten sich zwei Varianten zum Wandern an: 1. Man überquert die Fahrtstraße zum Sudelweg, folgt diesem zum Waldrand - nun nach links ab, über den Wildbach - Strohhübel - „Amerika“ - Hirschberg zum Hammerweg (Ortsumgehungsvariante) oder 2. Auf der Verkehrstraße nach Rübenau und an der Kirche abbiegen. Beide Varianten treffen sich am Hammerweg wieder. Der Weg führt, am Aussichtspunkt Stößerfelsen vorbei, durch einen Buchenwald sanft ins Tal hinab. So gelangt man in den Olbernhauer Ortsteil Grünthal - direkt zum Denkmalkomplex Saigerhütte.


Sehenswürdigkeiten:
Pobershau: Katzenstein, Ruine Raubschloss Liebenstein, Rübenau: Zentralkirche mit einem Taufstein aus Zöblitzer Serpentin, Bauernhaus um 1800 mit original erhaltener Bauernstube, Olbernhau: Stadtkirche, Museum „Haus der Heimat“, Ortsteil Grünthal: Denkmalkomplex Saigerhütte (Kupferhammer, Schauwerkstatt, Arbeiterhäuschen, Hüttenschänke), Ortsteil Blumenau: Heimatstube, Ortsteil Rothenthal: Stößerfelsen (Aussichtsbastion 140 m über dem Natzschungtal), Haus der Begegnung (ständig wechselnde Ausstellungen, Erzgebirgszimmer, Kreativkurse)
Grenzübergänge:
• Olbernhau/Grünthal - Brandov/ Brandau

9. Tag:
Individuelle Abreise

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