Programm:
1. Tag:
Individuelle Anreise Osnabrück (Bahnstation)
2. Tag:
Osnabrück - Bramsche (ca. 30,8 km)
3. Tag:
Bramsche Ankum (ca. 30,3 km)
4. Tag:
Ankum - Berge (ca. 30,2 km)
5. Tag:
Berge - Herzlake (Haselünne)
(ca. 20 bzw. 26,5 km)
6. Tag:
Herzlake (Haselünne) - Lähden (ca. 29,7
km bzw. 19 km)
7. Tag:
Lähden - Sögel (ca. 24,7 km)
8. Tag:
Sögel - Surwald (ca. 21,8 km)
9. Tag:
Surwald - Papenburg (23,9 km)
10. Tag:
Nach dem reichhaltigen Frühstück
individuelle Abreise
Leistungen:
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9
Übernachtungen im Doppelzimmer
mit Du/WC und Frühstück |
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Gepäcktransport
zum Tagesziel |
 |
1
Wanderführer "Hünenweg"
pro Zimmer 1 |
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Wanderurkunde und
Wandernadel |
 |
ausführliche
Reiseinformationen pro Zimmer |
Reisepreis:
Im Doppelzimmer: 445,00
(bei mindestens zwei Personen)
Einzelzimmerzuschlag: 114,00
|
1. Tag:
Anreise nach Osnabrück. Entdecken
Sie bei einem Rundgang die Stadt des
Westfälischen Friedens.
2. Tag:
Dieser Start ist gut gelungen: direkt am
historischen Marktplatz, am Rathaus des
Westfälischen Friedens in Osnabrück
geht es los. Ein Tipp vorweg: Die
Friedens- und Kulturstadt hat soviel zu
bieten, dass sich eine Anreise anbietet,
die vor der Wanderung genug "Luft"
für Entdeckungs- und Geniessertouren
läßt.
Vom Marktplatz mit Stadtwaage und
Marienkirche geht es an der
Giebelhäuserzeile vorbei in Richtung des
Doms St. Peter.
Entlang der Hase auf dem Herrenteichswall
fällt der Blick auf den Bischofsgarten
am gegenüberliegenden Ufer und auf den
Pernickelturm nebst Mühle.
Der Weg führt am Rande der Altstadt
hinaus auf den Gertrudenberg mit seinem
großzügigen Bürgerpark in Richtung des
denkmalgeschützten Hasefriedhofs.
Bald geht es entlang am idyllischen
Flüsschen Nette zum beliebten
Ausflugsgebiet Nettetal. Zwei
Wassermühlen und die Ruine der
Wittekindsburg machen diesen Abschnitt
erst recht interessant.
Blick auf Kloster Rulle
Im folgenden kleinen Örtchen Rulle ist
die Klosteranlage und Wallfahrtskirche
mit ihren verschiedenen Türmen absolut
sehenswert.
Bis nach Bramsche überquert man nun die
sanften Höhen des Wiehengebirges und
kann dem Treiben auf dem Mittellandkanal
zusehen.
Die Tuchmacherstadt Bramsche bietet dem
Wanderer auf seiner Tour mit der
hervorragend restaurierten Museumsanlage
am Mühlenort ein Highlight auf seiner
Tour und zeigt ein fabelhaftes Stück
Industriekultur.
Die gesamte Geschichte vom Rohstoff Wolle
bis zum fertigen Tuch wird hier
präsentiert - und die Maschinen rattern
und schnaufen
wie anno dazumal!
3. Tag:
Der Wanderer hat jetzt zunächst fast nur
noch Natur vor sich mit kaum
nennenswerten Steigungen.
Man erreicht zunächst das Waldgebiet des
Gehn in Bramsche, seine
zusammenhängenden Heideflächen sind als
Naturdenkmal geschützt.
Schon wechselt man von der Natur zur
Kultur:
entlang einer schön gestalteten
Golfplatzanlage gelangt man zum Giersfeld,
einer Landschaft, die von
urgeschichtlichen Stein- und
Steingräberweg Giersfeld
Hügelgräbern geprägt wurde.
Insgesamt 9 der mächtigen Hügelgräber
verbindet ein Lehrpfad.
Übrigens: der Eingangsbereich des
Restaurants am Golfplatz beherbergt eine
kleine archäologische Ausstellung und
Dokumentation. Hier lohnt sich ein
kleiner Blick in die Geschichte.
Ankumer Dom
In Ankum bemerkt jeder Besucher, dass
hier der sogenannte "Artländer Dom"
das idyllische Ortsbild beherrscht.
Dieses sakrale Gebäude sollte man sich
unbedingt näher anschauen und zu "seinen
Füßen" eine kulinarische Pause
einlegen.
Auch beim sehr beeindruckenden, fast 100
m langen Großsteingrab in Hekese und
beim Westturm der kath. Kirche St.
Servatius in Berge spielen Findlinge eine
"tragende" Rolle.
|
4. Tag:
Der Waldsteinskulpturenpark der freien
Kunstakademie Maiburg in Bippen-Klein
Bokern ist ein künstlerisches Kleinod,
in dem Natur und Kultur eine
beachtenswerte Symbiose bilden.
Man sollte sich zum Betrachten Zeit und
Ruhe nehmen. Das Gelände ist täglich
geöffnet und bis Sonnenuntergang
zugänglich.
Im weiteren Streckenverlauf durchquert
der Wanderer die Endmoränenlandschaft
der Maiburg und wundert sich über die
riesigen Findlinge, die schon lange Namen
wie "Teufelsstein" oder "Phaolenstein"
besitzen.
Natürlich ranken sich Sagen und Legenden
um diese Steine - passend zur Maiburg,
die gerade durchquert wird und wohl nach
den Hexenfeiern zur Walpurgisnacht
benannt wurde.
Auch beim sehr beeindruckenden, fast 100
m langen Großsteingrab in Hekese und
beim Westturm der kath. Kirche St.
Servatius in Berge spielen Findlinge eine
"tragende" Rolle.
5. Tag:
Die vierte Etappe führt aus dem
hügeligen Osnabrücker Land ins Emsland
hinein.
Hier wandelt sich die Landschaft nach dem
Durchqueren des Börsteler Waldes.
Zunächst aber entdeckt der Wanderer das
direkt am Hünenweg gelegene Stift
Börstel.
Und hier solte man ein wenig verweilen
und die mittelalterliche Kirchen- und
Klosteratmosphäre auf sich wirken lassen.
Idyllisch an einem Bach gelegen,
präsentiert sich das ehemalige
Zisterzienserinnenkloster in Ruhe und
Abgeschiedenheit - wie in seinen
Gründerjahren des 13. Jahrhunderts.
In
den zahlreichen Nebengebäuden kann man
sogar übernachten oder Seminare und
Tagungen veranstalten.
Regelmäßig werden Führungen und
Veranstaltungen wie Konzerte geboten.
Aus dieser mittelalterlichen
Klosteratmosphäre geht es nun in das
schaurig-schöne Hahnenmoor - ein
ausgewiesenes Naturschutzgebiet.
Auf den angelegten Pfaden kann man die
Ruhe dieser Landschaft genießen und sich
von den leuchtenden Farben der Vegetation
faszinieren lassen.
Vielleicht
läßt sich auch ein Moorfrosch oder eine
Kreuzotter erspähen und begleitet den
Wanderer ein Stückchen seines Weges.
Entlang der Hase erreicht man
schließlich mit Herzlake das Etappenziel,
sofern man nicht noch 7 km bis nach
Haselünne wandern möchte.
6. Tag:
Weiter geht es auf dem Hünenweg immer am
Flussufer der lieblichen Hase entlang und
anschließend direkt durch das
Naturschutzgebiet des bedeutensten
emsländischen Wacholderhains vor den
Toren der Hansestadt Haselünne.
Leicht läßt sich darauf schließen,
dass die Stadt Haselünne ihren Namen der
Wasserstraße verdankt, die sie prägt
und ihren Wohlstand als Hansestadt
verdankte.
Neben
den drei traditionsreichen
Kornbrennereien begeistern dort die gut
erhaltenen mittelalterlichen
Burgmannshöfe und die liebevoll
restaurierten alten Bürgerhäuser.
Sehenswert
ist auch das Brennereimuseum im
restaurierten Bentinckhof der Familie
Berentzen.
Wiesen, Wald und Ackerland in einer
einsamen, fast menschenleeren Landschaft
bestimmen anschließend den letzten
Abschnitt bis nach Lähden.
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7. Tag:
Kultur und Natur pur - denn direkt am
Wegesrand erwarten den Wanderer auf
dieser Etappe gleich drei Raritäten:
Zunächst steuert man die letzte komplett
erhaltene kombinierte Wind- und
Wassermühle in Hüven an.
Die Wassermühle wurde bereits im 16. Jhd.
erbaut und nach einem Brand um 1800 neu
errichtet.
Mitte des 19. Jhd. setzte man
schließlich noch eine Windmühle mit
Galerie "obendrauf", um so auch
in regenarmen Zeiten den Betrieb aufrecht
zu erhalten.
Weiter
gehts zum mystischen
Großsteingräberfeld bei Groß Berßen.
Hier liegen viele Gräber dicht
beieinander. Das sogenannte "Wappengrab"
wurde rekonstruiert, während das "Königsgrab"
in seiner (fast) ursprünglichen,
imposanten Anordnung bewundert werden
kann.
Vorbei
an weiteren Grabhügeln "Mansenberge",
die in der Bronzezeit um 1800 v. Chr.
entstanden, nähert man sich der barocken
Schlossanlage Clemenswerth in Sögel.
Im einst wald- und wildreichen Hümmling
trafen sich die Landesherren samt
Gästeschar Jahr für Jahr zur Jagd.
Um dieser Passion in einem angenehmeren
Umfeld nachgehen zu können, ließ der
Kurfürst und Erzbischof Clemens August
von Köln schließlich von 1737-1747 das
Jagdschloss von Johann Conrad Schlaun
erbauen.
In den sternförmig angelegten
Gästepavillons befindet sich heute das
Emslandmuseum.
8. Tag:
Dieser Streckenabschnitt quert
das Herz der waldreichen Hügellandschaft
des Hümmlings.
Hier, zwischen Sögel und Surwold, gibt
es noch mehrere Grabhügel. Der Name
"Männige Berge" weist
eindeutig auf den einst verbreiteten
Glauben hin, dass hier zwergenhafte Wesen
wohnen sollen.
Sandige Wege, schöne Ausblicke: man
sollte Rast machen an einem alten und
pittoresken Hümmlinger Schafstall bei
Börger. Dieser wurde vollständig
restauriert und erinnert an eine Zeit, in
der Heidschnucken in großer Zahl ihren
idealen Lebensraum fanden.
Wenn das Erholungsgebiet "Surwolds
Wald" erreicht wird, begibt sich der
Wanderer wieder auf den Boden von
Legenden.
Die Gemeinde Surwold soll ihren Namen dem
mystischen Friesenführer und Widersacher
Karls des Großen, "König Suiwold"
verdanken, der auch irgendwo hier seine
letzte Ruhestätte haben soll.
9. Tag:
Durch weites und flaches Fehngebiet
führt die Schlussetappe zur größten
Fehnkolonie Deutschlands schließlich
nach Papenburg.
Doch
zunächst geht es durch Moorgebiete. Orts-
und Flurnamen wie "Börgermoor"
oder "Wildes Moor" weisen
darauf hin, welche Landschaftsform hier
einst vorherrschend war.
In der malerischen, von vielen Kanälen
durchzogenen, Schiffer- und
Gartenbaustadt Papenburg endet der
Hünenweg am historischen Rathaus.
Der Name Papenburg ist übrigens im
wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen:
Der Drost des Emslandes, Dietrich von
Velen, legte 1631 den Grundstein zur
späteren Stadtgründung, nachdem er mit
der "Papenburg" eine verfallene
Wasserburg aus dem 14. Jhd. erworben
hatte.
Nach und nach warb er Siedler an, die das
Moor kultivierten und eine Fehnsiedlung
errichteten.
Gönnen Sie sich hier noch ein paar Tage
Erholung oder bestaunen Sie in der
bekannten Meyer Werft die "Wolkenkratzer
der Meere".
10. Tag:
Individuelle Abreise von
Papenmburg |